Fridrikas: „Die Rolle vorne passt mir“

Sport / 05.09.2022 • 20:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit seiner Geschwindigkeit und seinem Torinstinkt ist Lukas Fridrikas für jeden Gegner gefährlich.gepa
Mit seiner Geschwindigkeit und seinem Torinstinkt ist Lukas Fridrikas für jeden Gegner gefährlich.gepa

Seine Renaissance als Mittelstürmer, und warum er von Mader das Vertrauen kriegt, das ihm in Klagenfurt fehlte.

Lustenau Es war einer dieser ganz besonderen Momente im Fußball. Lukas Fridrikas traf vor den Augen seines Vaters Robertas gegen die Wiener Austria und leistete einen großen Beitrag am eroberten Punkt. Ausgerechnet in dem Stadion, indem noch sein Papa für die Violetten eingenetzt hatte. „Für mich persönlich ist das natürlich geil. Ich hab die Austria immer cool gefunden als Verein, geiles Stadion, gute Stimmung.“ Auch Trainer Markus Mader war wegen der Leistung seines Schützlings emotional.„Es freut mich brutal für den Bua.“ Denn letzte Saison war Lukas bei Austria Klagenfurt kein einziges Tor gelungen, da kam er über ein paar Jokereinsätze nicht hinaus. Jetzt hat er schon nach sieben Runden zwei Treffer auf dem Konto. „Das halbe Jahr in Klagenfurt war wirklich hart. Deshalb bin ich umso glücklicher, wieder im Ländle zu sein.“ Dort setzt Mader auf ihn. Der sagt: „Vielleicht hatten andere Trainer kein Vertrauen in Lukas. Ich weiß aber, was er kann. In Dornbirn war er ein Schlüsselspieler. Man muss ihm halt seine Freiheiten geben und auch mal den einen oder anderen Lapsus verzeihen. Ich habe den Lukas aber als äußert tollen Menschen kennengelernt, der wirklich Fußball Tag für Tag lebt.“

Erstmals als Mittelstürmer aufgeboten, lieferte der 24-Jährige eine Toppartie, hätte sogar noch zwei Tore mehr schießen können (die Innenstange und Früchtl hatten etwas dagegen). „Wenn ich öfter ganz vorne spiele, werde ich sicher noch cooler vor dem Tor.“ Dabei sollte Lukas ursprünglich auch in Wien weiter hinten spielen, verriet er den VN: „Ich war zuerst als Zehner vorgesehen, wie gegen Rapid. Am Spieltag hat der Trainer Surdanovic und mich aber zu sich geholt und gesagt, er spielt auf der Zehn und ich ganz vorne.“ Freilich eine Rolle, die er schon in Dornbirn unter Mader blendend ausfüllte: „Ich denke, die Rolle steht mir. Mit meinem Tempo komme ich gut hinter die Abwehr. Wenn man mir die Bälle in Kopfhöhe spielt, bin ich vielleicht nicht so stark. Aber wenn man mich ins Laufen bringt, wird es für jeden Gegner schwer.“ Anderson zeigte mit seinem Assist, wie es geht: „Er hat mir den Ball im richtigen Moment durchgesteckt.“ Warum Lukas unter Mader so aufblüht? „Er gibt mir die Spielzeit, die ich brauche. Ich zahle ihm das mit Toren, Assists und Kilometern auf dem Platz zurück.“

Frust nach der Cuppleite

Bei seiner Glanzvorstellung in Favoriten hatte sich bei Fridrikas freilich einiger Frust angestaut: „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so angefressen war, wie nach dem Sportclub-Spiel.“ Der Stachel der Cuppleite beim Regionalligisten saß tief: „Am Tag danach war die Stimmung richtig schlecht. Das war aber gut so. Wir haben die richtige Reaktion gezeigt.“ Wie sieht die Bilanz nach den ersten sieben Runden mit dem Aufsteiger aus? „Top. Es hat sicher keiner damit gerechnet, dass wir gleich elf Punkte holen und Vierter sind. Es war sogar der eine oder andere Punkt mehr drinnen. Da fehlt unserer jungen Mannschaft noch die Abgezocktheit. Wenn wir die Fehler abstellen, wird es noch einen Tick schwerer gegen uns.“ Das wollen Fridrikas und Co. gleich beim Heimspiel am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den Tabellenzweiten LASK beweisen. „Das wird ein Topspiel!“ freut er sich.

„Es hat sicher keiner damit gerechnet, dass wir gleich elf Punkte holen und Vierter sind.“

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