Jubiläum fehlte das Happy End

Sport / 05.09.2022 • 22:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nach 16 Wettfahrten hatte das YC-Bregenz-Duo als Achter 23 Punkte Rückstand auf die Medaillenränge.
Nach 16 Wettfahrten hatte das YC-Bregenz-Duo als Achter
23 Punkte Rückstand auf die Medaillenränge.

Rang acht für 49er-Segelduo Bildstein/Hussl bei ihrem zehnten WM-Start.

Halifax „Wir waren nicht schlecht, aber auch nicht wirklich so gut, wie wir es uns erhofft hatten.“ Steuermann Benjamin Bildstein macht kein Hehl daraus, dass er sich bei der 49-er-WM mit Vorschoter David Hussl mehr als den achten Platz im Endklassement vorgenommen hat. Für die beiden 30-Jährigen war es bei ihrem zehnten gemeinsamen Start bei einem World-Sailing-Championat das vierte Top-10-Resultat in Folge, als beste WM-Platzierung bleibt Bronze 2017.

23 Punkte Differenz

In den 16 Wettfahrten in der Saint Margarets Bay an der kanadischen Atlantikküste in der Provinz Nova Scotia vor Halifax klassierte sich das YC-Bregenz-Duo zwar elf Mal in den besten Zwölf, mit 127 Punkten fehlten aber 23 Zähler auf die drittplatzierten Kroaten Sime und Mihovil Fantela. Gold ging schon wie letztes Jahr an die Niederländer Bart Lambriex/Floris van de Werken, 23 Punkte dahinter holten sich die Spanier Diego Botin/Florian Trittel Paul (99 Punkte) Silber. Wie dicht das Leistungsniveau in der olympischen Bootsklasse ist, wird dadurch bestätigt, dass in Halifax die Olympia-Zweiten Heil/Plössel aus Deutschland als 35. die Goldflotte verpassten, ihre Landsleute und 2021-WM-Zweite Fischer/Graf sich mit Rang 34 begnügen mussten, und die Olympia-5. und WM-Dritten von 2021, die Dänen Rask/Precht Jensen (WM-15.) hatten 30 Punkte mehr als das auch bei der EM 2022 achtplatzierte YC-Bregenz-Duo.

Wechselbad der Gefühle

„Nach der guten Generalprobe und dem Sieg bei der nordamerikanischen Meisterschaft wollten wir den Schwung in die WM mitnehmen. Doch bereits bei der ersten Wettfahrt, in der wir gekentert sind, hat das Wechselbad der Gefühle begonnen“, blickt Bildstein zurück. „Wir haben es nicht geschafft, unsere Leistungen zu stabilisieren. Wir hatte viele gute Wettfahrten, doch leider auch einige Ausreißer, die dafür sorgten, dass wir im Bezug auf das Gesamtklassement immer unter Druck standen. Wir sind dann dank der drei Top-2-Ränge zwar relativ sicher in die Goldflotte eingezogen, konnten aber nie wirklich den Rückstand auf die Medaillenränge verkleinern und hatten trotz des sechsten Platzes zum Abschluss der Goldflotte bereits vor dem Medalrace keine Chance mehr auf eine Medaille.“

Vadlau/Mähr bei 470er-EM

Während Bildstein/Hussl ihre Saisonhöhepunkte hinter sich haben, startet für das neuformierte OeSV-Duo Lara Vadlau/Lukas Mähr die erste große Bewährungprobe ihrer zu Jahresbeginn begonnenen Zusammenarbeit. Ab Samstag bis zum 17. September will das 470er-Paar in Cesme (Türkei) bei der Europa- und Ende Oktober bei der Weltmeisterschaft an der israelischen Mittelmeerküste vor Sdot Yam im Kampf um die besten Platzierungen mitmischen. VN-JD

„Die WM war von der ersten bis zur letzten Wettfahrt ein Wechselbad der Gefühle.“

Im Medalrace wurden Benjamin Bildstein (l.) und David Hussl Vierte.Sailing energy
Im Medalrace wurden Benjamin Bildstein (l.) und David Hussl Vierte.Sailing energy