Altachs rote Laterne: Das verspricht Miroslav Klose

Sport / 06.09.2022 • 17:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Altachs rote Laterne:  Das verspricht Miroslav Klose
GEPA

Altach-Chefcoach begegnet ersten Gerüchten mit einem klaren Bekenntnis: “Ja zu Altach”, weil “ich wäre gar nicht der Typ, der alles hinschmeißt”.

Altach Dem Euphorie-Hoch mit der Verpflichtung von Miroslav Klose als neuen Chefcoach folgte der sportliche Rückfall auf das Tabellenende. Und schon fühlen sich die Fans des Cashpoint SCR Altach zurückversetzt in vergangene Spielzeiten, als der Abstieg, wie in der Vorsaison passiert, erst in letzter Sekunde vermieden werden konnte.

Miroslav Klose will als Trainer dem SCR Altach zu mehr sportlicher Stabilität verhelfen. <span class="copyright">gepa</span>
Miroslav Klose will als Trainer dem SCR Altach zu mehr sportlicher Stabilität verhelfen. gepa

Erste Frustration macht sich breit und erste Gerüchte machen die Runde, wonach der Weltmeister an der Seitenlinie den Klub schon bald verlassen werde. „Mitnichten“, weist Klose im VN-Gespräch jegliche Spekulationen in das Reich der Fantasie. „Ich gehe nicht von Bord. Ich bin nicht der Typ, der beim ersten Gegenwind gleich alles hinschmeißt.“

„Ich kann sagen, dass die Gespräche positiv waren. Es geht in die richtige Richtung.“

Miroslav Klose über die klubinterne Auseinandersetzung mit der sportlichen Krise

Interne Gespräche bleiben intern

Der 44-Jährige, der sich in seiner aktiven Laufbahn selbst alles erarbeitet hat, ist auch als Trainer der Arbeiter geblieben. Deshalb will er sich auch gar nicht über Qualität oder Quantität des Kaders lange aufhalten. Für den Deutschen sind dies „Fehler aus der Vergangenheit“. Wichtiger ist ihm da schon die Ehrlichkeit, Dinge auch wirklich anzusprechen. Ein Spieler müsse wissen, ob und welche Rolle er in den Planungen spielt. Es sei nur menschlich, so Klose, wenn Erwartungshaltung und Performance nicht übereinstimmen. „Es werden immer Fehler passieren, aber das muss ehrlich angesprochen werden.“
Deshalb habe man intern viele Gespräche geführt. Über deren Inhalt wollte Klose, wie schon am Tag zuvor Sportchef Werner Grabherr, nicht sprechen. „Das bleibt intern. Wichtig ist, dass wir ein paar Sachen angesprochen und diskutiert haben. Was ich sagen kann ist, dass die Gespräche gut und positiv verliefen. Es geht alles in die richtige Richtung. Wir werden gemeinsam den Weg beschreiten.“ Seinem Bekenntnis („Erstens ziehen wir alle an einem Strang und zweites machen wir alles gemeinsam“) zum Verein sollen in weiterer Folge nun Taten, sprich Siege, auf dem Feld folgen. Und im besten Fall auch ein weiterer Neuzugang. „Ja, wir sondieren den Markt der vereinslosen Spieler“, verrät der Deutsche – und ergänzt: „‚Aber wir werden lieber einen Spieler mit richtig Qualität holen als fünf, und hoffen, dass sich dann einer durchsetzen wird.“

Leistungsabfall ist zu groß

Klose bleibt sich selbst also treu. Er war als Spieler kein Blender und ist es nicht als Trainer. Und er ist in seinen Aussagen ehrlich, etwa als er davon gesprochen hat, mit dem Kader nur „bedingt weit zu kommen“. Gemeint habe er damit den Leistungsabfall innerhalb des Kaders. „Davon haben wir zu viele“, sagt er mit einem Blick auf die Spielerliste.