Altach mit Nullnummer im Tirol

Sport / 10.09.2022 • 18:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Torlos endete das Westderby zwischen Altach und der WSG Tirol in Innsbruck. <span class="copyright">gepa</span>
Torlos endete das Westderby zwischen Altach und der WSG Tirol in Innsbruck. gepa

Rotation, viel Aufwand und zu wenig geerntet. So lässt sich das 0:0 des Cashpoint SCR Altach in Innsbruck kurz zusammenfassen. Die Klose-Elf dominierte die meiste Zeit die Partie, verzeichnete einen Pfostenschuss, aber musste mit einem Punkt zufrieden sein.

Innsbruck Vier Neue in der Startelf, Trainer Miroslav Klose setzte im Westderby auf Rotation. Jakob Odehnal löste Tino Casali im Tor ab, Lukas Gugganig rückte in die Dreierabwehr mit Jan Zwischenbrugger und Nosa Edokpolor und im Mittelfeld begannen Emanuel Schreiner und Bakary Nimaga. Vor einer großen Anzahl Altacher Fans, die ihre Mannschaft stimmgewaltig anfeuerten, dauerte es allerdings einige Minuten ehe dann auch die Abläufe auf dem Feld passten. Und da stand auch das Glück ein wenig Pate, denn nach 83 Sekunden setzte Tirol-Stürmer Tim Prica den Ball aus kürzester Distanz an den Pfosten.

Schmerzverzerrt am Boden, für Dominik Reiter war die Partie schon nach 24 Minuten beendet. <span class="copyright">gepa</span>
Schmerzverzerrt am Boden, für Dominik Reiter war die Partie schon nach 24 Minuten beendet. gepa

Admiral Bundesliga

8. Spieltag

WSG Tirol vs Cashpoint SRC Altach 0:0

Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 1640 Zuschauer, SR Christopher Jäger (S)

Gelbe Karten: 5. Jurcec, 11. Schreiner (beide Altach), 17. Müller, 44. Sulzbacher, 89. Naschberger (alle WSG Tirol/alle Foulspiel)

WSG Tirol (4-4-2) Oswald – Sulzbacher, Behounek, Okungbowa, Schulz (60. Bacher) – Rogelj (67. Ranacher), Müller, Blume (84. Naschberger), Tomi (67. Rinaldi)c – Prica (60. Prelec), Sabitzer

Cashpoint SCR Altach (3-4-3) Odehnal – Gugganig, Zwischenbrugger, Edokpolor – Reiter (26. Aigner), Nimaga (83. Haudum), Jäger, Schreiner – Jurcec (83. Bukta), Forson (68. Nuhiu), Tibidi (83. Abdijanovic)

Nach gut zehn Minuten hatte sich Altach gefangen und kontrollierte mehr und mehr das Spiel. Vor allem über die Außen und mit Wechselbällen wurde nun mehr Druck auf die Tiroler Defensive ausgeübt. Nach herrlicher Vorlage von Schreiner war es dann Jan Jurcec, der die erste Großchance vorfand. Doch der 21-Jährige scheiterte mit seinem Versuch Goalie Ferdinand Oswald im kurzen Eck zu erwischen. Letzterer klärte mit dem Fuß (16.).

Bakary Nimaga schneller als Thomas Sabitzer. <span class="copyright">gepa</span>
Bakary Nimaga schneller als Thomas Sabitzer. gepa

Schock für Altach dann nach 24. Minuten. Dominik Reiter verdrehte sein linkes Knie (Kreuzband?) beim Versuch eines Zweikampfs und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Der 24-Jährige verließ den Platz auf einer Trage und wurde noch im Stadion medizinisch versorgt. Für Reiter kam Sebastian Aigner ins Spiel (26.). An der Dominanz der Vorarlberger änderte das nichts, vor allem über die linke Seite ging richtig viel. So als Schreiner eine Flanke ideal in die Mitte zirkelte und Amankwah Forson mit dem Kopf zur Stelle war. Doch Oswald im Tor stand genau richtig (31.). Dank einer variablen Raumaufteilung und guten Zweikämpfen blieb Altach weiter dominant, allein man belohnte sich nicht. Dafür stand Jan Zwischenbrugger nach einem Kopfball von Kofi Schulz goldrichtig, als der Kapitän kurz vor der Torlinie den Ball per Kopf über die Querlatte klärte (36.).

Jan Jurcec (im Bild rechts gegen Lukas Sulzbacher) sorgte im Angriff für viel Wirbel. <span class="copyright">gepa</span>
Jan Jurcec (im Bild rechts gegen Lukas Sulzbacher) sorgte im Angriff für viel Wirbel. gepa

Hoher Aufwand, wenig Höhepunkte

Wie schon zu Beginn des Spiels, so erwischten die Tiroler auch in Halbzeit zwei den besseren Start. So musste Jurcec nach einem Eckball mit dem Kopf (49.) klären. Doch mehr ließ Altach nicht zu, vielmehr wurde man selbst aktiv. Und wieder war es der sehr agile Jurcec, der die Wattener Abwehr narrte. Nah einer Hereingabe von Edokpolor drehte sich der 21-Jährige ideal um seinen Gegenspieler, doch sein Schuss prallte vom Pfosten zurück in die Hände von WSG-Torhüter Oswald (56.). In der Folge taten sich beide Mannschaften schwer, in die Angriffszone zu kommen. Für Altach-Trainer Miroslav Klose reagierte darauf mit der Hereinnahme von Atdhe Nuhiu (68.). Dennoch blieben Torraumszenen Mangelware, wenngleich Altach weiter für das Spiel tat. Doch der Zwischenstand (0:0) verbot eine bedingungslose Offensive, auch wenn sich die Tiroler schwer taten, Angriffe zu lancieren. Und so war Arbeitstag von Odenahl, der sein Bundesligadebüt feierte, ein durchaus ruhiger. Erst in er Nachspielzeit musste er ordentlich zugreifen und rettete so seiner Mannschaft die Null und damit einen Punktgewinn.