Meister mit Druck, Mut beim Einsteiger

Sport / 13.09.2022 • 20:47 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Kapitän, Alexander Pallestrang, mit dem neuen Trikot der Pioneers.ko
Der Kapitän, Alexander Pallestrang, mit dem neuen Trikot der Pioneers.ko

Salzburg ist der Favorit auf den Eishockeytitel, die Pioneers starten als Neuling mit Ambitionen.

Velden Der EC RB Salzburg wird wieder Meister. Die Trainer und Kapitäne der Klubs der win2-day-Eishockeyliga nannten bei der Saisonpräsentation in Velden mehrheitlich die Equipe um Trainer Matt McIlvane als ersten Anwärter auf den Titel. Für die Pioneers Vorarlberg wird die erste Saison als schwieriges Unterfangen angesehen, auch wenn Kapitän Alexander Pallestrang Mut macht: „Wir trauen uns einen Play-off-Platz zu. Alle versuchen jeden Tag besser zu werden und als Mannschaft zu wachsen.“ Wenn sich die Pioneers auf dem Eis so gut schlagen wie Pallestrang am Pokertisch gegen seine Kapitänskollegen im Casino Velden, könnte es sogar mehr werden: Der 32-Jährige spielte sich ins finale Turnier durch, den 5000-Euro- Siegerscheck für krebskranke Kinder holte sich Bozens Daniel Frank ab.

Kennenlernen

Pioneers-Trainer Marc Habscheid wollte vor einer Prognose die Liga zuerst besser kennenlernen. Was er beim Videostudium der kommenden Gegner machen wird und am Wörthersee bei ausgeprägten Gesprächen mit Wien-Trainer Dave Barr – „ich habe einst mit ihm in einer Linie zusammengespielt“ -, aber auch mit Bozen-Coach Glen Hanlon, tat. Die Südtiroler sind am Freitag der erste Gegner der Pioneers, am Sonntag kommt Rekordmeister KAC zur Ice-Heim­premiere in die Vorarlberghalle.

„Der Titel ist das große Ziel“, ließ Salzburg-Kapitän Raffl keinen Zweifel an den Erwartungen. „Wir sind auf gutem Weg, aber die Konkurrenz schläft nicht.“ Der KAC, aber auch Fehervar und der HCB Südtirol werden als weitere Titelfavoriten gehandelt.

Für Liga-Präsident Jochen Pildner-Steinburg war im Vorfeld der Saison die neue Kooperationsvereinbarung zwischen der Ice-Liga und dem Eishockeyverband ein großer Schritt in eine Zukunft. „Der Vertrag wurde bisher immer nur von Jahr zu Jahr verlängert. Wir gingen von sehr differenzierten Standpunkten aus. Aber schlussendlich gab es Lösungen im Sinne des Eishockeys.“ So wurde die umstrittene Punkteregelung gestrichen, künftig müssen zwölf für das Nationalteam spielberechtigte Akteure in der Aufstellung stehen, darunter zwei in der Alterklasse U-24. Maximal dürfen zehn Legionäre, nun als „non domestic Players“ bezeichnet, eingesetzt werden. Die Anzahl der Importspieler soll zusammen mit dem Verband alle zwei Jahre neu evaluiert werden. Neu geregelt wird auch das Transfersystem. Klubs, die junge Spieler ausbilden, werden aus einem Topf finanziell belohnt, der vor allem durch jene Vereine bestückt wird, die mehr Imports zum Einsatz bringen.

Gesteigerte Beliebtheit

Die Liga darf sich zudem über eine gesteigerte Beliebtheit freuen. Der Medienwert wird mit über 90 Millionen beziffert, berichtete Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger. „Vor zehn Jahren haben wir mit zehn Millionen begonnen. Wir wollen auf diesem Zug weiterfahren.“

13 Klubs sind nach dem Ausstieg von Bratislava und der Dornbirn Bulldogs sowie dem Einstieg der Pioneers und Asiago, in der Meisterschaft dabei. Apropos Dornbirn: Pildner-Steinburg bestätigte das späte Interesse von Dornbirn, als 14. Klub in der Ice-Liga mitzuspielen. „Der KAC und die Vienna Capitals hätten Spieler für die Mannschaft abgestellt. Das ließ sich aber am Ende offenbar aus Sicht von Dornbirn nicht realisieren.“

Zwei, die sich kennen und schätzen: Marc Habscheid, Coach bei den Pioneers, und Bozen-Trainer Glen Hanlon. gepa
Zwei, die sich kennen und schätzen: Marc Habscheid, Coach bei den Pioneers, und Bozen-Trainer Glen Hanlon. gepa
Pokerstratege Alexander Pallestrang (Mitte) beim Charityturnier in Velden am Pokertisch mit Peter Schneider vom EC RB Salzburg.gepa
Pokerstratege Alexander Pallestrang (Mitte) beim Charityturnier in Velden am Pokertisch mit Peter Schneider vom EC RB Salzburg.gepa
Der Kapitän, Alexander Pallestrang, mit dem neuen Trikot der Pioneers.ko
Der Kapitän, Alexander Pallestrang, mit dem neuen Trikot der Pioneers.ko

EISHOCKEY

win2-day Hockey League

1. Spieltag (16. September)

HCB Südtirol – Beemer Pioneers 19.45 Uhr

Graz 99ers – Asiago Hockey 19.15 Uhr

Black Wings Linz – EC VSV 19.15 Uhr
HC Innsbruck – EC KAC 19.15 Uhr

EC Salzburg – Vienna Capitals 19.30 Uhr
HC Pustertal – Fehervar AV 19 19.45 Uhr