Lustenau ist bereit, wieder zu liefern

Sport / 14.09.2022 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Trainer Mike Flanagan und der EHC Lustenau wollen im Vorderfeld der Alps Hockey League mitmischen. Stiplovsek
Trainer Mike Flanagan und der EHC Lustenau wollen im Vorderfeld der Alps Hockey League mitmischen. Stiplovsek

Der EHC möchte in der AHL wieder ein Wörtchen an der Spitze mitreden.

Lustenau Der EHC Lustenau ist eine Konstante im vorderen Tabellenfeld der Alps Hockey League. In den letzten Jahr lieferten Kapitän Max Wilfan verlässlich ab, es ging stetig bis ins Halbfinale. Und da will die Mannschaft aus der Stickereigemeinde auch in dieser Saison wieder hin. „Ich denke, das ist machbar“, sagt Präsident Herbert Oberscheider. In der vergangenen Spielzeit war im Halbfinale gegen Meister Asiago, das in die Ice-Liga wechselte, Endstation. Im Ländle-Duell um den österreichischen Titel unterlag das Team von Mike Flanagan dem EC Bregenzerwald.

Adäquater Ersatz

„Das Derby wird wieder ein Höhepunkt der Saison“, sieht Flanagan die lokalen Aufeinandertreffen gegen die Wälder als besondere Herausforderung. „Und wir möchten uns, wie im letzten Jahr, im oberen Drittel der Tabelle etablieren.“ Oberscheider sieht Zell am See und Ritten als Favoriten auf den Titel, aber auch Kitzbühel. „Da wurde aufgerüstet, die Tiroler sind viel stärker geworden.“
Lustenau hat in der Verteidigung den Abgang von Brian Connelly durch Dänen Mads Larsen ersetzt, im Sturm folgt der Finne Oskari Siiki auf Remy Giftopoulos. „Wir sind mit den beiden Neuzugängen beiden sehr zufrieden“, so Oberscheider. „Larsen ist ein guter Schlittschuhläufer, wendig, und zeigt im Aufbauspiel Übersicht. Mit Siiki konnten wir den Topscorer der zweiten finnischen Liga verpflichten.“ Die Routiniers David Slivnik (Hohenems) und Stefan Häußle (Karriereende) wurden nicht ersetzt. „Der Stamm ist uns aber erhalten geblieben. Robin Wüstner, Lenz Moosbrugger, Leon Schmeiser, Alessandro Togni und noch ein paar andere junge Spieler entwickeln sich prächtig.“

Rheinhalle bleibt ein Sorgenkind

Erhalten geblieben ist auch der Status quo um die Rheinhalle. „Eine neue LED-Anzeige, die zugesagt wurde, ist noch nicht realisiert“, beklagt Oberscheider den Stillstand rund um die Spielstätte. „Das Austria-Stadion hat offenbar in der Gemeinde Priorität“, kritisiert der EHC-Boss. „Daneben passiert nichts.“ Dabei würde eine Diskussion Not tun: „Es gibt für die Rheinhalle drei Möglichkeiten“, zählt Oberscheider auf: „Eine neue Hülle um das bestehende Innenleben, der Bau einer neuen Eishalle, oder man stellt Grund und Boden im Mietrecht zur Verfügung und sucht Investoren für einen Mehrzweckhallenlösung.“

Neues Erscheinungsbild. Der EHC Lustenau hat sich einem Redesign unterzogen. Der erste Schritt dabei war die Neugestaltung und Modernisierung des Logos. Dies wurde bereits bei den Spielerdressen – nicht nur bei der ersten Mannschaft, sondern auch bei den Nachwuchsteams – umgesetzt. EHC-Stürmer Lucas Haberl (Mitte) präsentiert mit Sigi Ramoser (li.) vom Studio Sägenvier und EHC Präsident Herbert Oberscheider (das Dress des EHC Lustenau mit einem runderneuerten Löwen.Foto: Marcel Hagen
Neues Erscheinungsbild. Der EHC Lustenau hat sich einem Redesign unterzogen. Der erste Schritt dabei war die Neugestaltung und Modernisierung des Logos. Dies wurde bereits bei den Spielerdressen – nicht nur bei der ersten Mannschaft, sondern auch bei den Nachwuchsteams – umgesetzt. EHC-Stürmer Lucas Haberl (Mitte) präsentiert mit Sigi Ramoser (li.) vom Studio Sägenvier und EHC Präsident Herbert Oberscheider (das Dress des EHC Lustenau mit einem runderneuerten Löwen.Foto: Marcel Hagen