Markus Hirschbühl ist die Nummer eins in Österreich

Sport / 16.09.2022 • 12:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Markus Hirschbühl ist die Nummer eins in Österreich
Im zehnten Anlauf sicherte sich Markus Hirschbühl bei den ÖGV-Titelkämpfen der Behindertengolfer Gold in der Overallwertung.

36-jähriger Riefensberger sichert sich erstmals ÖGV-Krone im Behindertengolf.

Riefensberg Nach sieben Silbernen und zwei Bronzenen hat es im zehnten Anlauf geklappt. Bei der österreichischen Golfmeisterschaft für Sportler mit Beeinträchtigung auf dem Leading Golf Course Zell am See/Kaprun/Saalbach sicherte sich Markus Hirschbühl in souveräner Manier erstmals die ÖGV-Krone in der Overallwertung. „Gold in der sogenannten Behinderungsgruppe Arm habe ich bereits 2011 einmal gewonnen. Diesmal konnte ich endlich die Gesamtwertung für mich entscheiden“, betont der 36-jährige Riefensberger stolz.

„Nach der schöpferischen Pause war ich bei der

ÖGV-Meisterschaft wieder richtig motiviert.“

Markus Hirschbühl, Staatsmeister Behindertengolf

Mit den jeweiligen Tagesbestmarken von 79 und 83 Schlägen sowie einem Gesamtscore von 162 setzte sich der Spieler des GC Riefensberg-Sulzberg mit sechs Zählern Vorsprung vor seinen beiden Nationalteamkollegen Daniel Engel (GC Bad Waltersdorf), 168, und Philipp Ritzinger (GC Seefeld-Reith), 169 Schläge, durch.

Hirschbühl, der seit einem Mopedunfall seinen linken Arm nicht mehr benützen kann, erreichte auf dem Par-72-Kurs an zwei Löchern ein Birdie, spielte 15 Mal Par, erreichte 18 Bogeys und ein Double Bogey. „Im Gegensatz zu meinen Konkurrenten, beide beinversehrt, habe ich speziell bei den Löchern mit längeren Distanzen einen klaren Nachteil. Weiter als 180 Meter schaffe ich es nicht. Dafür konnte ich auf dem Green meine Qualitäten ausspielen.“

Etwas „überspielt“

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Hirschbühl war der Umstand, dass er in den drei Wochen vor den nationalen Titelkämpfen eine schöpferische Pause eingelegt hat. „Ich habe viel Zeit mit meiner achtjährigen Tochter verbracht und stand nur zwei Mal auf dem Golfplatz. Da ich zuvor über einen längeren Zeitraum bis zu sechs Mal in der Woche gespielt habe, war ich etwas ,überspielt‘ und die Golf-Abstinenz hat mir gut getan.“

Dass der Bregenzerwälder ein großes Potenzial hat, stellte er in dieser Saison bei der Club- und bei der Landesmeisterschaft unter Beweis. Bei der Landesmeisterschaft Anfang Juli in Brand holte sich Hirschbühl mit drei Schlägen Rückstand den Vizemeistertitel in der MidAM-II-Bruttowertung der Klasse 35 bis 49 Jahre und Ende August sicherte er sich bei der Clubmeisterschaft seines Heimatvereins erstmals die höchste Auszeichnung im Zählwettspiel.