„Die Chance beim Schopf packen“

Sport / 26.09.2022 • 20:22 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Kapitän Dominik Schmid hat bislang in den Europacupspielen 98 Treffer erzielt.GEPA
Kapitän Dominik Schmid hat bislang in den Europacupspielen 98 Treffer erzielt.GEPA

Alpla HC Hard will im Europacup-Heimspiel heute (18.45 Uhr) gegen Butel Skopje vorlegen.

Hard Was einmal gut ging, soll auch ein zweites Mal gelingen! Nach dem Doppelpack gegen den HC Bitola (24:21/h, 27:24/a) will der Alpla HC Hard auch die zweite Hürde aus Nordmazedonien, den HC Butel Skopje, überspringen und erstmals in der Geschichte in die Gruppenphase der European League einziehen. Das Hinspiel steigt heute (18.45 Uhr) in der Sporthalle am See, und eine Woche später (4. 10.) kommt es dann in der Hauptstadt des Binnenstaats in Südosteuropa zum Rückspiel.

Gegner auf Augenhöhe

„Wenn man die Liste der möglichen Gegner vor der Auslosung betrachtet hat, haben wir ganz sicher ein sportlich spannendes und reizvolles Los erhalten“, blickt Sportchef Thomas Huemer zurück. „Gleichzeitig möchte ich aber klar festhalten, dass es auf diesem Niveau keine leichten Gegner mehr gibt. Ich würde Skopje als Kontrahent auf Augenhöhe bezeichnen, gegen den die Chance des Weiterkommens da ist und die wir auf jeden Fall nützen wollen.“

Der Hard-Gegner belegte in der letzten Saison hinter Vardar Skopje und dem Einserteam von Bitola den dritten Rang in der Meisterschaft. Bei seinem Europacupdebüt scheiterte der HC Butel im Oktober 2019 im EHF-Cup an Zapaorzhye (Ukr) mit 32:33 (18:14/h und 24:29/a) und letzte Saison in der Startrunde der European League am ungarischen Vertreter Gyöngyös mit 36:58 (21:34/a und 25:24/h).

Im Gegensatz dazu sind die Roten Teufel vom Bodensee bereits zum 19. Mal in einem europäischen Klubbewerb dabei und haben in den bisherigen 90 Begegnungen 41 Siege, davon 30 zu Hause, fünf Remis (2/3) und 44 Niederlagen (11/33) zu Buche stehen.

Dass seine Mannschaft bei der Generalprobe mit dem 26:26-Remis vor vier Tagen gegen Westwien im sechsten Bewerbsspiel erstmals in dieser Saison nicht als Sieger vom Platz ging, hat für Cheftrainer Hannes Jon Jonsson keine große Bedeutung mehr: „Natürlich war dies nicht so geplant und wir wollten unsere weiße Weste wahren. Doch wir haben die Partie genau analysiert und die Dinge, mit denen ich nicht zufrieden war, ganz klar angesprochen“, betont der 42-jährige Isländer. „Ggen Skopje geht es für uns um die vielleicht einmalige Chance, in die Gruppenphase eines internationalen Bewerbes einzuziehen. Aus meiner Sicht als Trainer wäre dies ein enorm wertvoller Entwicklungsschritt für den gesamten Verein. Die Aufgabe ist nicht einfach, und deshalb appelliere ich auch an die Fans, uns in diesem Vorhaben den Rücken zu stärken und uns lautstark zu unterstützen. Damit unser Traum auch im Rückspiel lebt, müssen wir im Heimspiel etwas vorlegen.“

Schmid und die 100er-Marke

Ein Harder Akteur, der in den anstehenden Europacupspielen in neue Sphären vorstoßen könnte, ist Dominik Schmid. Mit 98 Treffern nimmt der Kapitän in der internen Torschützenliste im Europacup hinter Bernd Friede (177), Robert Weber (160), Michael Jochum (105) und Branko Medini (99) den fünften Rang ein. „Natürlich wäre es eine Ehre, in den 100er-Club einzutreten. Uneigenützig muss ich aber klar sagen, dass gegen Skopje der Erfolg der Mannschaft oberste Priorität hat“, so der 33-Jährige. „Wenn ich ohne Torerfolg bleibe, wir aber den Einzug in die Gruppenphase schaffen, hätte ich noch genug Möglichkeiten, den Sprung in den elitären Kreis zu fixieren.“ VN-JD

„Der Einzug in die Gruppenphase wäre ein wertvoller Entwicklungsschritt.“

Kapitän Dominik Schmid hat bislang in den Europacupspielen 98 Treffer erzielt.GEPA
Kapitän Dominik Schmid hat bislang in den Europacupspielen 98 Treffer erzielt.GEPA

Handball

EHF European League der Männer 2022/23

2. Runde, Hinspiel

Alpla HC Hard – HC Butel Skopje (MKD)  Dienstag, 18.45 Uhr

Sporthalle am See, SR Petursson/Thrastarson (ILS)

Rückspiel

HC Butel Skopje – Alpla HC Hard Dienstag, 4. 10., 18.45 Uhr

Skopje, Arena Boris Trajkovski, SR Yonchev/Yonchev (NUL)

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