Zwei Dauerbrenner und ein Debütant

Sport / 29.09.2022 • 19:18 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Nach sechs Saisonen in der Bundesliga bei Enns und Amstetten kehrt der Andelsbucher Mathias Metzler zum VC Wolfurt zurück. VN/Stiplovsek
Nach sechs Saisonen in der Bundesliga bei Enns und Amstetten kehrt der Andelsbucher Mathias Metzler zum VC Wolfurt zurück. VN/Stiplovsek

Wolfurter Herren und Damen von Dornbirn und Höchst in der zweiten Volleyball-Bundesliga.

Schwarzach Erstmals seit über zehn Saisonen ist Vorarlberg wieder mit drei Vereinen bzw. Teams in den regional zweigeteilten zweiten Leistungsstufen der Mannschaftsmeisterschaft des Österreichischen Volleyballverbands (ÖVV) vertreten. In der Austrian Volley League (AVL) 2 der Damen vertreten der Raiffeisen VC Dornbirn und Aufsteiger blum VBC Höchst und bei den Herren Dauerbrenner Raiffeisen VC Wolfurt die Ländle-Farben auf der nationalen Bühne.

Personelle Rochaden

Nach der „best season ever“ (O-Ton Walter Geissler) und dem erstmaligen Einzug in die Aufstiegsrunde erfolgte im Sommer ein Umbruch bei den Wolfurter Herren. Mit Jan Jalowietzky und Richard Schaugg haben die Punktegaranten den Verein verlassen und sind zum TSV Mimmenhausen bei Salem am Bodensee in die zweite Deutsche Bundesliga gewechselt. Dafür dürfen sich die „Wölfe“ über die Rückkehr von Mathias Metzler und David Rinderer freuen. Der 25-jährige Metzler aus Andelsbuch spielte bis 2016 bereits bei Wolfurt, wechselte dann in die ÖVV-Eliteliga zu Enns und Amstetten und feiert nach dreijähriger Volleyball-Abstinenz nun sein Comeback. „Wenn er auch nur halbwegs an seine Glanzzeiten anknüpfen kann, ist er auf jeden Fall eine große Verstärkung“, so Geissler.

Ähnliches erwartet man sich von David Rinderer (21), der nach einem einjährigen Aufenthalt in Südamerika wieder zu seinem Stammverein zurückgekehrt ist. Trainiert wird die Equipe aus der Hofsteiggemeinde von Sascha Kempf-Mosig. Der Neocoach, der bei Bedarf auch als Libero zum Einsatz kommen soll, wird von Obmann Sebastian Vonach unterstützt. Einen ersten Eindruck, ob die abermalige Teilnahme an der Aufstiegsrunde – notwendig dafür ist ein Top-2-Platz im Grunddurchgang – ein realistischen Ziel ist, wird man nach dem Auftaktspiel am Samstag (15 Uhr) gegen Titelfavorit hotVolleys haben.

Nach 14 Saisonen wird es in der AVL 2 der Frauen wieder ein Ländle-Derby geben. Zum Auftakt in der Liga am Samstag (17.30 Uhr in Wolfurt) und am 26. Oktober im ÖVV-Cup kommt es zum Duell zwischen Dornbirn und Aufsteiger Höchst. „Obwohl wir wie in der Vergangenheit etliche personelle Veränderungen zu verkraften hatten, bin ich zuversichtlich, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft haben und mindestens so erfolgreich wie letzte Saison abschneiden“, erklärt Coach Rene Zell und ergänzt: „Voraussetzung ist aber, dass wir ohne größere Ausfälle bleiben. Wichtig wird deshalb sein, dass wir die ersten Partien erfolgreich gestalten können und die extrem junge Mannschaft Selbstvertrauen tanken kann.“

Ohne Druck

Ohne große Erwartungshaltung und Druck stellt man sich im Lager des VBC Höchst dem Projekt zweite Bundesliga: „In erster Linie geht es für uns darum, die Klasse zu halten“, betont Spielertrainerin Claudia Lubetz. „Wir sind eine extrem junge Mannschaft, und ich bin selbst gespannt, wie wir uns schlagen werden.“ Abgesehen von Lubetz, deren Schwester Susanne Lehmann-Ancevski, Anna Herljevic und der ehemaligen Dornbirn-Legionärin Adrianna Gas haben alle weiteren Spielerinnen keinerlei Erfahrung auf diesem Niveau. „Wer weiß, im Cupfinale Ende April gegen Dornbirn waren wir auch Außenseiter und haben 3:1 gewonnen. Vielleicht gelingt uns zum Saisonauftakt die nächste Überraschung.“

„Nach der besten Saison in der Geschichte ist wieder die Aufstiegsrunde das Ziel.“

Veronika Zeferino de Oliveira ist nach ihrer Babypause wieder dabei.VN/DS
Veronika Zeferino de Oliveira ist nach ihrer Babypause wieder dabei.VN/DS
Liganeuling Höchst nach dem Gewinn des Vorarlberger Cupfinales gegen Dornbirn.Verein
Liganeuling Höchst nach dem Gewinn des Vorarlberger Cupfinales gegen Dornbirn.Verein

Volleyball

Austrian Volley League 2 Women 2 2022/23

Gruppe Nord (neun Teams; Top 2 qualifizieren sich für Aufstiegsrunde)

VC Raiffeisen Dornbirn

Kader: RNr. 4 Angelina Gstach (16 Jahre, Außen),5 Kaisha Kaufmann (17, Libera),
6 Magdalena Halbeisen (19, Mittelblock), 7 Pia Lampert (17, Außen), 8 Lelia Fitz (15, Mittelbock), 9 Michelle Meier (22, Zuspiel), 10 Laura Fink (16, Libera), 11 Ariola Qehaja (19, Diagonal), 14 Pia Röser (20, Zuspiel), 18 Veronika Zeferino de Oliveira (33, Außen)

Trainer: Rene Zell

Erste Spieltermine

VC Raiffeisen Dornbirn – blum VBC Höcchst Samstag, 17.30 Uhr (in Wolfurt)

VC Raiffeisen Dornbirn – Steelvolleys Linz-Steg 2  8. Oktober, 17 Uhr

VC Raiffeisen Dornbirn – SG Mühlviertel Volleys  9. Oktober 11 Uhr

VC Raiffeisen Dornbirn – TI-volleys 2  16. Oktober 13.30 Uhr

UVV Seekirchen – VC Raiffeisen Dornbirn  22. Oktober, 18 Uhr

VC Raiffeisen Dornbirn – blum VBC Höchst (ÖVV-Cup, 2. Runde) 26. Oktober, 11 Uhr

Volley Eagles Villach – VC Raiffeisen Dornbirn 26. November, 17 Uhr

ATSC Wildcats Klagenfurt 2 – VC Raiffeisen Dornbirn 27. November, 11.30 Uhr

blum VBC Höchst (Aufsteiger)

Kader: RNr. 2 Anna Herljevic (29 Jahre, Außen), 3 Pia Längle (19, Libera), 4 Theresa Drechsel (23, Zuspiel), 5 Mirijam Korunka (23, Diagonal), 6 Claudia Lubetz (GER, 36, Mittelblock), 7 Lia Sedlmayr (29, Außen), 8 Susanne Lehmann-Ancevski (GER, 42, Zuspiel), 9 Julia Bühler (15, Zuspiel), 10 Mia Ancevski (12, Diagonal), 11 Lisa Schlappack (20, Diagonal), 12 Anna Mathis (30, Libera), 13 Soraya Kwakpovwe (17, Mittelbock), 14 Mia Nagel (12, Mittelblock), 15 Adrianna Gas (POL, 24, Außen), 16 Annika Beer (13, Außen)

Spielertrainerin: Claudia Lubetz

Erste Spieltermine

VC Raiffeisen Dornbirn – blum VBC Höcchst Samstag, 17.30 Uhr (in Wolfurt)

blum VBC Höchst – SG Mühlviertel Volleys 8. Oktober, 18 Uhr

blum VBC Höchst – Steelvolleys Linz-Steg 2 9. Oktober 11 Uhr

VC Raiffeisen Dornbirn – blum VBC Höchst (ÖVV-Cup, 2. Runde) 26. Oktober 11 Uhr

SU Inzing – blum VBC Höchst 4. November, 20.15 Uhr

blum VBC Höchst – UVV Seekirchen 12. November, 18 Uhr

ATSC Wildcats Klagenfurt 2 – VC Raiffeisen Dornbirn 26. November, 18 Uhr

Volley Eagles Villach – VC Raiffeisen Dornbirn 27. November, 11 Uhr

Austrian Volley League 2 Men 2022/23

Gruppe Nord (zehn Teams; Top 2 qualifizieren sich für Aufstiegsrunde)

Raiffeisen VC Wolfurt

Kader: RNr. 1 Sebastian Vonach (27 Jahre, Zuspiel), 2 Mathias Metzler (25, Diagonal), 3 David Rinderer (21, Außen), 4 Elias Enz (21, Außen), 5 Joel Schlittenhardt (GER, 28, Zuspiel), 6 David Doblhammer (16, Außen), 7 Jakob Winder (15, Zuspiel), 8 Aaron Kritzinger (25, Mittelbock), 9 Theo Reiter (22, Außen), 10 Simon Schwendinger (22, Mittelblock), 11 Florian Winder (21, Mittelblock), 12 Tobias Merkel (GER, 31, Diagonal), 13 Christof Meier (28, Libero), 14 Sascha Kempf-Mosig (GER, 30, Libero), 15 Benjamin Skrowronnek (POL, 34, Libero), 16 Nicolas Bertoni (18, Mittelblock)

Spielertrainer: Sascha Kempf-Mosig

Erste Spieltermine

Raiffeisen VC Wolfurt – hotVolleys Wien Samstag, 15 Uhr

Raiffeisen VC Wolfurt – UVC Waidhofen/Ybby-Aschbach 16. Oktober, 11 Uhr

VC Mils – Raiffeisen VC Wolfurt 23. Oktober, 14 Uhr

TV Oberndorf – Raiffeisen VC Wolfurt (ÖVV-Cup, 2. Runde) 26. Oktober, 16 Uhr

Raiffeisen VC Wolfurt – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn 29. Oktober, 19 Uhr

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