Wolfsberger AC eine Klasse zu stark

Sport / 01.10.2022 • 19:15 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Fabian Gmeiner und Co. brachten die Offensive des WAC nicht unter Kontrolle. <span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Fabian Gmeiner und Co. brachten die Offensive des WAC nicht unter Kontrolle. gepa

Austria Lustenau verliert Heimspiel gegen Kärntner mit 1:3. Offensive der Gäste war nicht zu halten.

Lustenau Spiel eins nach der Länderspielpause ging für Austria Lustenau in die Hose. Die Grün-Weißen bezogen zuhause eine am Ende gerechte Niederlage gegen den Wolfsberger AC. Vor allem die starke Offensive mit Maurice Malone, Tai Baribo und Thierno Ball war von Austrias Defensive nicht zu halten. Stefano Surdanovic erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich

“Die zweite Halbzeit war nicht so zwingend wie die erste. Es ist halt immer mühsam mit einem 0:1 ins Spiel zu gehen”

Stefano Surdanovic, Spieler Austria Lustenau
Stefano Surdanovic war wieder Aktivposten, erzielte auch den Treffer zum 1:1.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Stefano Surdanovic war wieder Aktivposten, erzielte auch den Treffer zum 1:1.gepa

Wieder mit 0:1 ins Spiel gestartet

Das Spiel startete aus Sicht der Heimischen eigentlich wie immer: mit einem frühen 0:1-Rückstand. Bereits zum neunten Mal musste die Austria den ersten Gegentreffer hinnehmen. Diesmal ar es Thierno Ballo, der nach Zuspiel von Raphael Schifferl an der Strafraumgrenze nicht lange fackelte und den toll angenommen Ball unhaltbar im Gehäuse der Gastgeber versenkte. Es waren gerade einmal 127 Sekunden gespielt.

“Wir sind in der Realität angekommen. Wenn du gegen so eine abgeklärte Mannschaft wie der WAC nur die kleinsten Fehler machst, wirst du bestraft”

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau
War am Ende angeschlagen: Austrias Trainer Markus Mader.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
War am Ende angeschlagen: Austrias Trainer Markus Mader.gepa

Die Austria brauchte seine Zeit, um sich von dem Rückschlag zu erholen. Erstmals gefährlich wurde man nach einen stark getretenen Freistoß von Torben Rhein (17.), der statt des unter der Woche leicht erkrankten Lukas Fridrikas in der Startelf stand. Den kurz abgewehrten Ball des WAC-Goalies nahm Stefano Surdanovic, wieder als einzige Spitze im Einsatz, direkt, doch der Ex-Altacher Simon Piesinger klärte auf der Linie. Sieben Minuten später war es erneut der aktive Rhein, der sich per Weitschuss versuchte. Auf der anderen Seite hatte die Austria Glück, als Maurice Malone (32.) mit seinem Schuss aus acht Metern an der Brust von Tormann Domenik Schierl scheiterte.

Mehr Segen hatten die Gastgeber kurz vor Pausenpfiff. Rhein bediente von der rechten Seite den heranstürmenden Bryan Teixeira ideal, der die Kugel zwar verstolperte, aber der Ball landete direkt vor Surdanovic (40.), der zum umjubelten Ausgleich einnetzte.

Maurice Malone, den auch Austria Lustenau verpflichten wollte, war der beste Mann der Kärntner.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Maurice Malone, den auch Austria Lustenau verpflichten wollte, war der beste Mann der Kärntner.gepa

Kärntner Offensive zu stark

Der Start in die zweite Halbzeit gehörte den Heimischen, bei denen Yuliwes Bellache und Lukas Fridrikas neu ins Spiel kamen. Vor allem Bellache konnte sich schnell in Szene (53./56.) setzen, doch seine Versuche fielen zu schwach aus. Doch es schien, dass die Austria gute Chancen hatte, die Partie in ihre Richtung zu lenken. Aber just in eine starken Phase der Grün-Weißen stachen die Kärntner in Person von Tai Baribo (63.) zu. Malone per Hacke auf den Vollblutstürmer, der machte einen Haken und setzte den Ball perfekt via Stange zur 2:1-Führung in die Maschen. Danach war die grün-weiße Luft draussen, auch weil der WAC die Partie komplett in die Hand nahm. Aufgrund einer Vielzahl an Chancen (66. Malone an die Stange/72. Ballo an die Strange) war es nur eine Frage der Zeit, bis die Entscheidung fallen würde. Diese besorgte dann Thorsten Röcher. Nach seiner Einwechslung traf der Außenspieler mit seiner ersten Ballberührung zum 3:1 aus Kärntner Sicht.

Damit bleibt die Austria auch im fünften Spiel in Folge ohne Sieg, kassierte nun die zweite Niederlage in Folge. Bittere Erkenntnis von Austrias Trainer Markus Mader: “Wenn du einem Gegner wie der WAC solche Möglichkeiten und Räume anbietest, wirst du bestraft. Wenn wir nicht schnleunigst lernen, auch einmal etwas abgeklärter aufzutreten, werden wir in Zukunft nicht mehr viele Punkte machen.”

Fussball, Admiral Budnesliga, 10. Spieltag

Austria Lustenau – Wolfsberger AC 1:3(1:1)

Lustenau, Reichshofstadion, 33254 Zuschauer, SR Fluch (NÖ)

Torfolge: 33. 0:1 Ballo, 40. 1:1 Surdanovic, 63. 1:2 Baribo, 81. 1:3 Röcher

Gelbe Karten: 12. Hugonet (Foulspiel), 44. Türkmen (Foulspiel)bzw. 21. Piesinger (Foulspiel)

Austria Lustenau (4-2-3-1): Schierl; Gmeiner, Hugonet, Maak, Guenouche (84. Cheukoua); Türkmen (46. Fridrikas), Grabher; Diaby (46. Bellache/84.Grujicic), Rhein (85. Schmid), Teixeira; Surdanovic

Wolfsberger AC (3-5-2): Bonmann; Schifferl, Piesinger, Novak; Anzolin, Kerschbaumer, Leitgeb, Ballo (80. Omic), Jasic (90. Veratschnigg), Baribo (80. Röcher), Malone (85. Vergos)

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