Ein Sieg der Moral

Sport / 02.10.2022 • 20:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der große Druck auf Seiten der Altacher entlud sich nach dem 3:2-Sieg in Ried bei Felix Strauss, der seinen Emotionen freien Lauf ließ.apa
Der große Druck auf Seiten der Altacher entlud sich nach dem 3:2-Sieg in Ried bei Felix Strauss, der seinen Emotionen freien Lauf ließ.apa

SCR Altach gewinnt Kellerduell in Ried mit 3:2.

Ried Es geht ja doch noch. Der SCR Altach konnte bei der SV Ried den ersten Auswärtssieg und zugleich den zweiten vollen Erfolg im Laufe der Saison einfahren. In einer turbulenten Partie gingen die Rheindörfler durch Adthe Nuhiu (3.) früh in Führung, doch die Rieder drehten vor der Pause das Spiel noch in ein 2:1. Im zweiten Durchgang wirkten die taktischen Kniffe von Altach-Trainer Miroslav Klose und Alexis Tibidi (52.) sowie Johannes Tartarotti per Traumtor (69.) erzielten die Treffer zum Sieg.

Schlagabtausch

Abstiegskampf schützt vor gutem Spiel nicht. Getreu diesem Motto lieferten sowohl der Gastgeber SV Ried als auch die Rheindörfler den 3229 Zuschauern in der josko-Arena einen tollen Schlagabtausch über gesamt 94 Minuten. In denen die Altacher bereits nach drei Minuten führten. Nach wunderbar getretener Ecke von Emanuel Schreiner war Nuhiu per Kopf zur Stelle. Doch die Innviertler antworteten schnell. Jedoch unter großer Altacher Mithilfe. Jan Jurcec vertändelte die Kugel im eigenen Strafraum, legte das Spielgerät quasi Leo Mikic (7.) mundgerecht auf. Der Rieder nahm das Geschenk dankend an und versenkte eiskalt zum Ausgleich. Auch beim Gegentreffer zum 1:2 stellte sich die Klose-Elf nicht besonders geschickt an. Die Ecke von Stefan Nutz war lange Richtung Strafraumgrenze unterwegs, dort wartete Philipp Pomer (23.) – Altacher war in dieser Szene weit und breit keiner zu sehen. Beim Volleykracher ins Kreuzeck war Goalie Tino Casali ohne Chance.

Kloses Griff in die Trickkiste

Zur Halbzeit veränderte Klose seine Elf, brachte Forson Amankwah und Tartarotti, zudem beorderte er Lukas Jäger auf die linke Abwehrseite. Die Variante griff. Denn Nuhiu und Co. waren fortan aggressiver. Tibidi hatte nach nur zwölf Sekunden schon den Ausgleich am Fuß, scheiterte aber noch an Rieds Tormann. Wenig später hieß der Sieger aber Tibidi (52.). Die Leihgabe des VfB Stuttgart ließ nach Traumpass von Tartarotti dem Rieder keine Chance. In der 69. Minute revanchierte sich der Franzose, legte uneigennützig für Tartarotti auf. Der 23-jährige Bezauer jagte die Kugel aus rund 20 Metern unhaltbar ins Kreuz­eck zur viel umjubelten Führung. Die man am Ende auch verdient über die Runden brachte.

Routinier Nuhiu brachte es nach Spielende auf den Punkt: „Kompliment für die Moral der Mannschaft. Hut ab, wie wir als Team wieder zurückgekommen sind“. Tartarotti verwies trotz Assists und Siegtor auf die geschlossene Leistung des Teams. „Wir haben es als Mannschaft geschafft, nicht mehr Letzter zu sein. Jetzt heißt es hart arbeiten, dass wir dort nicht so schnell wieder anzutreffen sind.“

„Gutes Gefühl, nicht mehr Letzter zu sein. Jetzt heißt es hart arbeiten, dass es so bleibt.“

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