Die Pioneers haben
Kante gezeigt

Sport / 03.10.2022 • 23:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marcel Zitz entschied mit seinem Premierentor in der Ice Liga zum 4:3 für die Pioneers das Spiel gegen den HCB Südtirol.       Stiplovsek
Marcel Zitz entschied mit seinem Premierentor in der Ice Liga zum 4:3 für die Pioneers das Spiel gegen den HCB Südtirol. Stiplovsek

Der Vertrag von Luka Maver wurde verlängert.

Feldkirch Nicht konkurrenzfähig. Der mediale Widerhall südlich des Brenners nach der 0:3-Niederlage vor drei Wochen in Bozen im ersten Auswärtsspiel der win2day Ice Liga fiel für die Pioneers Vorarlberg wenig schmeichelhaft aus. Nach der 4:3-Revanche vom Sonntag bekommt jetzt der HCB Südtirol nach der ersten Saisonniederlage selbst Spott in der Heimat ab: Von „Schönwetter-Eishockey“ wird gesprochen, von arrogantem, unmotiviertem Auftreten. „Vorarlberg hat verdient gewonnen“, findet aber Bozens Kapitän Daniel Frank. „Wir sind nach dem Rückstand im Mitteldrittel besser ins Spiel gekommen. Die Pioneers hatten auf alles eine Antwort. Sie haben sicher nicht besser gespielt, waren aber schlauer. Und konnten sich auf einen starken Torhüter verlassen.“
Michael Lampert freut sich über die Art und Weise, wie zum zweiten Mal drei Punkte in der Vorarlberghalle eingefahren wurden. „Zum ersten Mal mussten wir richtig dagegenhalten“, sah der Sportliche Leiter „Männer-Eishockey“ seiner jungen Truppe. Man habe Kante gezeigt, „da hat beispielsweise ein Patrick Spannring mehrmals ein Zeichen gesetzt. Bozen hat eine Mannschaft, die weiß, wie man einen Gang zulegt, um nach einem Rückstand noch gewinnen zu können.“

Eriksson bester Scorer

Der Punkt gegen Linz (2:3 nach Penaltys) und der Sieg gegen Bozen tue gut, man stecke aber weiter im Lernprozess. Lampert: „Wir müssen lernen, mit einer Führung umzugehen und sie zu verwalten zu können.“ Schnell in Feldkirch zurechtgefunden hat sich Luka Maver, erster Torschütze gegen Bozen. Sein Try-out-Vertrag wurde von Lampert und Coach Marc Habscheid in eine Fixvereinbarung umgewandelt. Auch Hampus Eriksson fühlt sich wohl, er führt nach sieben Runden mit acht Punkten (vier Tore) die Scorerliste an. Das Privatduell auf dem Eis entschied ein Pioneers-Crack für sich: Alex Caffi, der ehemalige italienische Nationalteamgoalie, hatte gegen den aktuellen, Andreas Bernard, das bessere Ende für sich.
Die Pioneers erhielten für den Start in die Ice Liga viel Lob. „Man hat uns aus ganz Österreich gratuliert, was wir in dieser kurzen Zeit aufgestellt haben“, freut sich Lampert. „Es ist ein Ansporn für uns, wir müssen jetzt den Eventbereich wie Pausenshows, Familientag etc. angehen.“

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