Gespräch mit Liga und dem SR-Obmann gesucht

Sport / 10.10.2022 • 21:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Altach geht nach Vorfällen gegen Salzburg in die Offensive.

Altach Schon in der Vergangenheit hatten Trainer Miroslav Klose (44) sowie der nunmehrige Ex-Sportchef Werner Grabherr (37) das Gespräch mit dem Chef der Schiedsrichter gesucht. Nach den augenscheinlichen Fehlpfiffen vom Wochenende hat Altachs Geschäftsführer Christoph Längle selbst das Telefon zur Hand genommen und mit Robert Sedlacek (67) sowie den Verantwortlichen der Bundesliga gesprochen. „Es wirft einfach eine schlechte Optik auf den VAR. Und das ist das Letzte, was wir alle in der Liga wollen.“ Das Spiel gegen Meister Salzburg aber war selbst für ihn zu viel. Nicht allein wegen der Bilder rund um das nicht gegebene Tor. „Es gab ja mehrere Fehlpfiffe“, so der 52-Jährige und erzählt: „Es geht mir ja nicht um das Spiel vom Samstag, sondern um die Zukunft des VAR und um den Lernprozess.“ Wenig Verständnis zeigt Längle jedoch dafür, dass Schiedsrichter Walter Altmann trotz Überprüfung der TV-Bilder bei der Bestrafung für Salzburgs Youba Diarra – nach dessen Zusammenprall mit Atdhe Nuhiu – bei der Gelben Karte geblieben ist. „Warum das keine Rote Karte ist, entzieht sich meiner Kenntnis.“ Laut Längle waren die Gespräche konstruktiv, jetzt hofft er auch, dass sie etwas bewirken. Seitens des Schiedsrichter-Bosses wurde ihm jedenfalls versprochen, die strittigen Szenen noch einmal zu analysieren und – nach Rücksprache mit der Pressestelle des SR-Kollegiums – eine Antwort zu geben.

Noch läuft der Prozess

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Grabherr, der am Samstag nach 17-monatiger Amtszeit letztmals in offizieller Funktion tätig war und sich von Betreuern und Spielern verabschiedete, befindet man sich laut Längle in der „zweiten Runde“. Diese Woche gebe es die Hearings mit den Kandidaten, wobei er sich weder die Anzahl noch die Namen entlocken lassen will. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich die Zahl an potenziellen Anwärtern bei höchstens einer Handvoll einpendelt. „Der Prozess dauert“, will sich Längle auch nicht unter Druck setzen lassen. Fakt ist wohl auch, dass die wohl entscheidenden Gespräche nicht allein von Längle – er hat die Auswahl der Kandidaten getroffen –, sondern in größerer Runde geführt werden. VN-cha

„‚Warum der Schiedsrichter bei Gelb geblieben ist, ist für mich nicht nachvollziehbar.“

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