Ein Dutzend Weber-Tore und der Sprung an die Tabellenspitze

Sport / 13.10.2022 • 21:27 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
In seinem 205. Länderspiel erzielte der Harder Robert Weber beim 36:32 gegen Rumänien zwölf Treffer und hält nun bei 895 Toren im Nationalteam. GEPA
In seinem 205. Länderspiel erzielte der Harder Robert Weber beim 36:32 gegen Rumänien zwölf Treffer und hält nun bei 895 Toren im Nationalteam. GEPA

Handball-Männerteam startet mit 36:32-Heimsieg gegen Rumänien in die EM-Qualifikation.

Graz Österreichs Handball-Männerteam steht nach dem ersten von sechs Spieltagen in der Qualifikation für die EM-Endrunde 2024 dort, wo es am Ende auch stehen will. Zum Auftakt setzt sich die Equipe von Teamchef Ales Pajovic gegen Rumänien mit 36:32 (18:11) durch. Am Sonntag (19 Uhr, live ORF Sport+) wartet in Torshavn gegen die Färöer Inseln, den vermeintlichen Außenseiter in Gruppe 4, die letzte Aufgabe dieses Jahres, ehe es im März im Doppelpack gegen die Ukrainer geht.

Zwischenspurt und klare Führung

„Die Motivation ist hoch, nachdem wir uns für die WM-Endrunde nicht qualifiziert haben“, hatte Kapitän Mykola Bilyk vor der Partie verkündet. Der Deutschland-Legionär und seine Kollegen ließen im Sportpark Graz daran nie Zweifel aufkommen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (6:6/10.) zog man auf 10:6 davon (12.). Der nächste Zwischensprint auf 15:9 (21.) sorgte für klare Verhältnisse. Mitverantwortlich dafür waren Lokalmatador Thomas Eichberger im Tor, der fast 21 Monate nach seinem bisher letzten Einsatz für die Österreicher ein gelungenes Comeback feierte und an seine Leistungen bei der Heim-EM 2020 erinnerte. Daneben war es der Harder Robert Weber, der mit sieben Treffern großen Anteil am beruhigenden Sieben-Tore-Vorsprung beim Gang in die Kabine hatte.

Ziel erreicht, zwei Punkte geholt

Nach Seitenwechsel zeigte sich die gesamte ÖHB-Defensive zu anfällig und die Rumänen konnten den Rückstand auf 19:22 (41.) verkleinern. Doch Österreich ließ sich nicht aus der Konzentration bringen, setzte sich wieder auf plus fünf Tore (25:20, 43.) und hielt diesen Abstand bis zum Ende. „In der ersten Hälfte haben wir in der Abwehr richtig gut gearbeitet, Goalie Eichberger konnte sich mehrmals auszeichnen und wir sind zu vielen einfachen Toren gekommen. Das war sicher der Grundstein zum Erfolg“, betonte der ÖHB-Teamchef unmittelbar nach dem Abpfiff. „In der zweiten Hälfte war die Leistung in der Abwehr nicht mehr so gut. Wir haben es nicht mehr geschafft, mit einem Stoppfoul die Gegner am Wurf zu hindern. Trotzdem können wir berechtigt stolz sein. Wir haben das Ziel erreicht und die erhofften zwei Punkte eingefahren. Rumänien war der erwartet schwere Gegner und deshalb war es ganz wichtig, dass wir im Heimspiel zwei Punkte geholt haben und ein Zeichen gesetzt haben.“

Ähnlich das Resümee von Kapitän Bilyk: „Dass wir zur Halbzeit 18:11 vorne lagen, war gut, da Rumänien nach der Pause doch einen Gang zugelegt hat. Aber ein Spiel dauert 60 Minuten und da zählen die ersten 30 Minuten genauso viel wie die zweiten 30. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir noch ein paar Tore mehr Vorsprung mitgenommen hätten, aber am Ende zählen die zwei Punkte. Wir wissen, dass wir Qualität haben, guten Handball spielen können und das haben wir gegen Rumänien größtenteils auch gezeigt.“ VN-JD

„Die 18:11-Führung zur Halbzeit war der Grundstein für den Gesamterfolg.“

Handball

EHF Euro 2024 in Deutschland

Qualifikation, Gruppe C, 1. Spieltag

Österreich – Rumänien 36:32 (18:11)

Sportpark Graz, SR Martins/Martins (POR)

Zeitstrafen: 2 bzw. 3

Torfolge: 9. 6:6, 12. 10:6, 19. 14:8, 41. 22:19, 46. 27:22, 57. 32:28, 60. 35:32

Österreich: Eichberger, Möstl; Bozovic, Weber 12/6, Frimmel 3, Dicker, Herburger 2, Schweighofer, Zivkovic 2, Damböck 1, Bilyk 7, Wagner 7, Kofler, Hutecek 2, Lastro, Miskovez

Rumänien: Iancu, Bucataru; Ilie, Nistor Ionita 2, Militaru, Cumpanici, Grigorias 5, Humet Gaminde 6, Racotea 1, Szasz, Dedu 1, Negu 10/4, Rotaru 3, Buzle 1, Bizau 3, Thalmaier

Ukraine – Faröer Inseln 29:25 (18:14)

2. Spieltag

Faröer Inseln – Österreich Sonntag, 19 Uhr

Torshavn, SR Jorum/Kleven (NOR)

Live ORF Sport+

Rumänien – Ukraine Sonntag, 16.30 Uhr

Die weiteren ÖHB-Spieltermine:

Ukraine – Österreich, 8. März; Österreich –
Ukraine, 11. März; Rumänien – Österreich,
26. April; Österreich – Faröer Inseln, 30. April

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