„Halbzeit zum Vergessen“

Sport / 16.10.2022 • 22:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Desolate erste 45 Minuten brachten Lustenauer auf Verliererstraße.

Innsbruck Man hatte sich vor dem Spiel bei der WSG Tirol viel vorgenommen, allein der Wille war weitaus zu wenig. Denn was die Mannschaft von Austria Lustenaus Cheftrainer Markus Mader in den ersten 45 Minuten bei der WSG Tirol ablieferte, war, gelinde ausgedrückt, unterirdisch. Nicht nur, dass man nun schon zum elften Mal in Folge in Rückstand geriet, Kofi Schulz (14.) durfte nach Kopfballvorlage des im Strafraum völlig alleinstehenden Dominik Stumberger einnetzen, man präsentierte sich insgesamt nicht bundes­lgatauglich. Dies bestätigte nach Spielende auch Austrias Kapitän Matthias Maak: „Der erste Durchgang war einfach nicht akzeptabel. Dann ist es für Wattens natürlich einfach, wenn sie Fußball spielen können. Dann kann jeder Fußball spielen.“ So waren auch die Treffer zum 2:0 (Ogrinec/28.) und 3:0 (Thomas Sabitzer per Handelfmeter/37.) eine klare Folge der wohl schwächsten Saisonleistung der Austria.

Anderes Gesicht

Chefcoach Mader musste reagieren, vollzog drei Auswechslungen, wobei er gut und gerne acht Spieler hätte tauschen können, und änderte das System auf eine Fünferkette. Was Wirkung zeigte. Auch weil Anthony Schmid mit seinem ersten Ballkontakt gleich das 1:3 (48.) erzielte. Und tatsächlich: Die Austria hatte plötzlich Überhand und kam durch einen Kopfball von Anderson (52.) und einen Schussversuch von Bryan Teixeira (61.) zu zwei richtig guten Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Auf der Gegenseite vergaben Bror Blume und Denis Tomic (65./68.) die Chance, den Sack frühzeitig zuzumachen. Was es am Ende aber auch nicht brauchte, weil der Treffer zum 2:3 durch Anderson (93.) einfach zu spät fiel.

„Über die erste Halbzeit brauchen wir nicht zu diskutieren, das war richtig schlecht, zum Vergessen“, analysierte Markus Mader, „wobei die Mannschaft dann in der zweiten Halbzeit ein komplett anderes Gesicht gezeigt hat. Auf dieser Halbzeit wollen wir aufbauen.“

Aber Obacht: Nur gute 45 Minuten werden auch nächsten Sonntag gegen die SV Ried nicht reichen.

„Es ist nicht akzeptabel und nicht bundesligatauglich, was uns erste Halbzeit passiert ist.“

Die Zahlen zum Spiel

WSG Tirol Austria Lustenau

 13 Schüsse gesamt 11

 6 Schüsse auf das Tor 5

47,5 % Ballbesitz 52,5 %

 5 Eckbälle 3

12 Flanken 19

49,1 % Zweikampfquote 50,9 %

 3 Abseits 0

67,9 % Passquote 72,7 %

10 Fouls 9

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