Lustenauer Nullnummer

Sport / 23.10.2022 • 19:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Tobias Berger feierte ein gelungenes Startelfdebüt in der Bundesliga.gepa
Tobias Berger feierte ein gelungenes Startelfdebüt in der Bundesliga.gepa

Mit dem 0:0 gegen Ried blieb die Austria in der Liga erstmals ohne Gegentreffer.

Lustenau Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden zwischen den Grün-Weißen und den Gästen aus dem Innviertel. Gehörte die erste Halbzeit klar den Heimischen, musste man in der zweiten Halbzeit froh sein, dass Ex-Lustenauer Seiffedin Chabbi nach seiner Einwechslung nur die Stange traf.

Der gesamte erste Durchgang gehörte klar den Hausherren, die explosiv ins Match starteten. Am auffälligsten dabei Startelfdebütant Tobias Berger. Nach nur 67 Sekunden zog der 20-Jährige nach Zuspiel von Yadali Diaby ab, verpasste das 1:0 nur knapp. In dieser Tonart ging es weiter, die Innviertler waren ob der Offensivpower der Lustenauer sichtlich überrascht. Rieds Tormann Samuel Sahin-Radlinger rettete in extremis nach Stanglpass von Berger ins Zentrum vor dem heranstürmenden Diaby (4.). Und nur drei Minuten später versuchte sich Berger nochmals aus der Distanz, diesmal mit dem rechten Fuß. Erneut fand er seinen Meister im Rieder Schlussmann.

Starke Halbzeit

Danach wurde es Rieds Trainer Christian Heinle, der am Samstag Hochzeit feierte, zu bunt. Er stellte von Viererkette auf Fünferkette um und nahm so den Heimischen die Power. Denn in Folge hatte die Austria zwar die Partie unter Kontrolle, zu weiteren Torchancen kam man aber nicht. Nur einmal brandete im Reichshofstadion der Torjubel auf, als Diaby nach wunderbarer Flanke von Bryan Teixeira einköpfelte. Doch Schiedsrichter Florian Jäger gab den Treffer zurecht nicht, weil Austrias Stürmer Anthony Schmid im Strafraum Gegenspieler Julian Turi zu Fall brachte.

Daher ging es mit 0:0 in die Kabinen – ein Novum im Laufe der Meisterschaft für die Grün-Weißen, die sonst in jedem Spiel in Halbzeit eins einen Gegentreffer kassierte.

Quäntchen Glück

In der zweiten Halbzeit passierte lange nicht viel, ein Kopfball von Matthias Maak (65.) war die einzige Ausbeute. Ried kam etwas mutiger ins Spiel und mit der Hereinnahme von Seiffedin Chabbi sprang das Momentum Richtung Innviertel. Zuerst probierte er es per Fallrückzieher (68.). Glück hatten die Hausherren, als Rieds Kingsley Chabbi perfekt bediente, der Versuch mit dem Außenrist traf aber nur die Stange. “Geht der rein, ist die Partie gegessen und wir siegen”, erklärte der Vorarlberger im Dress der Rieder nach Spielende. So blieb es beim 0:0, mit dem beide Seiten gut leben konnten. Die Austria spielte zum ersten Mal zu null, konnte nach vier Niederlagen in Serie endlich wieder anschreiben. Die Rieder fuhren nach zuletzt zwei Siegen in Folge auch zufrieden ins Innviertel, wie Trainer Christian Heinle bestätigte: “Die Heimreise wird entspannt, weil es hier einfach schwer ist, Punkte zu holen. Zwar hatten wir zweite Halbzeit die größeren Chancen, aber die ersten 45 Minuten haben eindeutig der Austria gehört.”

„Ich bin zufrienden, weil wir endlich zu null spielten und wieder angeschrieben haben“

Der erlösende Siegtreffer für die Austria im ausverkauften Reichshofstadion gegen die SV Ried wollte einfach nicht gelingen. gepa
Der erlösende Siegtreffer für die Austria im ausverkauften Reichshofstadion gegen die SV Ried wollte einfach nicht gelingen. gepa
Lustenauer Nullnummer

Die Zahlen zum Spiel

Austria Lustenau SV Ried

14 Schüsse gesamt 8

 5 Schüsse auf das Tor 1

56,9 % Ballbesitz 43,1 %

 4 Eckbälle 3

16 Flanken 5

58,2 % Zweikampfquote 41,8 %

 0 Abseits 4

77,1 % Passquote 69,4 %

14 Fouls 12

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