Altweibersommer bis 5. November

Sport / 24.10.2022 • 19:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Manfred Bauer sieht derzeit keine Chance für den Winter.ZAMG
Manfred Bauer sieht derzeit keine Chance für den Winter.ZAMG

Milde Temperaturen so weit die Wettermodelle reichen. Kein Frost in Sicht – auch nicht nachts.

Innsbruck Familien mit Kindern mögen sich im Hinblick auf die anstehenden Herbstferien über diese Wetterprognose freuen, die Organisatoren der geplanten Ski-Weltcuprennen in Zürs tun das definitiv nicht. Grund: Das für die Jahreszeit viel zu milde Wetter setzt sich fort. Und zwar nicht nur in den kommenden paar Tagen. „Bis zum 5. November ist absolut kein Wetterumschwung in Sicht“, verkündet Dr. Manfred Bauer, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck.

Keine Minusgrade

Bauer nimmt Lech, den kältesten Ort Vorarlbergs, als Maßstab. „In Lech hat es in den vergangenen Tagen selbst in der Nacht keine Minus-Temperaturen gegeben. Zürs liegt unmittelbar daneben auf ungefähr gleicher Höhe.“ Zwischen sieben und neun Grad wurden am Montagnachmittag auf 2000 Meter Höhe gemessen. „Die nächsten zwei Tage bleibt es auf diesem Niveau. Danach wird es noch wärmer“, prognostiziert Bauer.

Soll heißen: Ab Donnerstag werden aus acht, neun Grad auf 2000 Meter 13 Grad, im Tal schießt die Quecksilbersäule ziemlich sicher über 20 Grad.

Stabile Milde

So wie sich der Oktober verabschiedet, so stellt sich der November ein. Wärmende Wintermäntel wird man an Allerheiligen nicht brauchen. Ebenso wenig die Tage danach. Bauer: „Auch wenn die Temperaturen insgesamt wieder etwas zurückgehen, Frost ist auf Höhe Lech, Zürs bis zum 5. November nicht in Sicht. Selbst danach ist nicht gesagt, ob es nicht in dieser Tonart weitergeht.“ Die Modelle lassen aus heutiger Sicht zwei Entwicklungen zu: „Entweder es bleibt, wie es ist, oder es kommt dann doch ein Kälteeinbruch“, sagt der Experte. VN-HK

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