Als Regtop gegen Rapid Samba tanzte

Sport / 28.10.2022 • 22:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
War kaum von der Kugel zu trennen: Mittelfeldregisseur Erik Regtop.shourot
War kaum von der Kugel zu trennen: Mittelfeldregisseur Erik Regtop.shourot

Austrias ehemalige „Zaubermaus“ Erik Regtop brillierte einst gegen Österreichs Rekordmeister.

Lustenau Austria Lustenau gegen Rapid Wien – ein Duell, dass bei wohl allen Fans der Grün-Weißen nostalgische Gedanken wach werden lässt. Insgesamt standen sich beide Klubs erst 13 mal in der Bundesliga gegenüber, nur zwei Mal konnten die Lustenauer gewinnen. Dies dafür in einer Saison. In der Spielzeit 1998/99 blieb die Austria nämlich unter Trainerlegende Edi Stöhr im Reichshofstadion gegen die Hütteldorfer ungeschlagen, zweimal lautete das Endergebnis 2:0. Federführend dabei der Niederländer Erik Regtop. Austrias „Zaubermaus“ erzielte in beiden Matches jeweils den Treffer zum 1:0 und kann sich noch gut an die beiden Siege erinnern. „Das war damals der absolute Hammer. Das Reichshofstadion ist aus allen Nähten geplatzt. Und als wir als Sieger das Feld verließen, ist die Party im Austria-Dorf erst so richtig losgegangen. Die Spiele gegen Rapid Wien waren immer Highlights. Dass wir dann auch noch gewinnen konnten, war ein richtig cooles Gefühl“, so Regtop, der heute seiner ehemaligen Mannschaft, für die er knapp eineinhalb Jahre von 1998 bis Anfang 2000 spielte, im Stadion die Daumen drückt.

Tipp an die Kumpel

An die 10.000 Fans drängte sich anno 1998 auf den Rängen des Reichshofstadion, das, „zum Tollhaus wurde als ich die Führung erzielte. Man darf ja nicht vergessen, dass Rapid damals in Österreich der absolut größte Klub war. Dort haben Rapid-Ikonen wie Peter Schöttel, Ladislav Maier oder Andreas Heraf gespielt. Dass sie dann die neun Stunden Busfahrt zurück nach Wien immer ohne Punkte antreten musste, war sicher nicht lustig für diese Stars“, erinnert sich der aktuelle Coach des VN.at-Eliteligisten Dornbirner SV. Seinen beiden Freunden Markus Mader und Martin Schneider, Trainer der aktuellen Austria, wünscht der 54-Jährige heute nur das Beste. „Das sind spezielle Spiele, die beiden sollen es soweit es geht genießen. Und warum sollte heute nicht auch ein Triumph drinnen sein? Die Spieler sollen an ihre eigenen Stärken denken“, so Regtop, der dazu dem Publikum eine große Rolle gibt: „Die Austria-Fans können das Zünglein an der Waage sein. Wenn der Extra-Push von den Rängen kommt, ist alles möglich. Deswegen tippe ich auf einen 2:1-Heimsieg der Grün-Weißen aus Lustenau.“

Fünferkette

Austrias Cheftrainer Mader würde diesen sicher sofort mitnehmen, erwartet aber davor ein richtig schweres Spiel, „weil sich Rapid nun unter Trainer Zoran Barisic gefangen hat. Sie kommen nach dem eindrucksvollen 5:1-Erfolg über Hartberg sicher mit breiter Brust zu uns.“ Dem wird man, wie zuletzt gegen die SV Ried, eine Fünferkette entgegenstellen. „Das hat gut geklappt, auch weil sich Darijo Grujcic und Tobias Berger super eingefügt haben“, so Mader. Über eine gefestigte Defensive will man auf Umschaltaktionen lauern und die sich öffnenden Räume auf den Seiten der Wiener nutzen. Damit heute vielleicht Bryan Teixeira mit Rapid Samba tanzt – wie einst Regtop.

„Die Austria-Fans können heute wie damals das Zünglein an der Waage sein.“

Ein volles Reichshofstadion und grandiose Stimmung peitschten die Austria 1998/99 zu zwei Siegen über Rapid Wien.shourot
Ein volles Reichshofstadion und grandiose Stimmung peitschten die Austria 1998/99 zu zwei Siegen über Rapid Wien.shourot
Die beiden Torschützen am 23. September 1998: Erik Regtop und Kleber.
Die beiden Torschützen am 23. September 1998: Erik Regtop und Kleber.

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