Bader lobt die Entwicklung von Reinbacher

Sport / 02.11.2022 • 18:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
David Reinbacher spielte sich beim EHC Kloten ins Rampenlicht.hr
David Reinbacher spielte sich beim EHC Kloten ins Rampenlicht.hr

Eishockey-Nationalteam testet beim Deutschland-Cup.

Wien Mit dem Deutschland-Cup nächste Woche in Krefeld startet Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft in die Saison. Teamchef Roger Bader hat einen relativ routinierten Kader für die Duelle mit Gastgeber Deutschland, der Slowakei und Dänemark einberufen, zeigt sich aber besonders erfreut über die Entwicklung der zwei Jüngsten. Stürmer Marco Kasper und Verteidiger David Reinbacher sorgen in europäischen Topligen für positive Schlagzeilen.

Große Schritte

Bader hat in den vergangenen Wochen die beiden 18-Jährigen live beobachtet und lobt deren Entwicklung in höchsten Tönen. Kasper, im Juli vom NHL-Club Detroit Red Wings an Nummer acht gedraftet, spielt auch diese Saison beim CHL-Champion Rögle, heuer aber auf Wunsch der Red Wings als Center. „Er hat nochmals einen Riesenschritt gemacht. Man kann fast von Woche zu Woche sehen, wie er sich steigert. Er hat das ganze Paket, hat gute Hände, ist läuferisch stark, ist körperlich stark, gewinnt Zweikämpfe, spielt frech“, erklärte Bader. Während der Klagenfurter schon in der vergangenen Saison groß aufgezeigt hat, hat sich Reinbacher in dieser noch jungen Saison beim EHC Kloten ins Rampenlicht gespielt.

„Er hat eine regelrechte Entwicklungsexplosion an den Tag gelegt“, meint Bader. Der Lustenauer hat sich beim Schweizer National-League-Aufsteiger in der Hierarchie in kurzer Zeit hochgespielt, kommt mittlerweile auch im Powerplay zum Einsatz und erhält oft die meiste Eiszeit. Das ist auch in Nordamerika nicht unbemerkt geblieben. Reinbacher wird im NHL-Draft kommendes Jahr für die zweite oder dritte Runde gehandelt, Scouts fliegen oft nur wegen ihm in die Schweiz und werden auch in Krefeld auf der Tribüne erwartet. „Ich bin gespannt, wie sich die zwei in der nächsten Woche präsentieren“, sagte Bader.

Viel Routine

Der Teamchef hat viele routinierte Spieler nominiert, nicht dabei sind aber unter anderem die Brüder Thomas und Michael Raffl, Dominic Zwerger oder Peter Schneider sowie in der Verteidigung Clemens Unterweger, Steven Strong oder WM-Entdeckung Philipp Wimmer, der pausieren muss. Diese sollen, falls fit, beim Lehrgang im Februar dabei sein, in den Dezember-Spielen gegen Ungarn wird eine U25 aufgeboten werden. Bader wird in Deutschland von Alexander Mellitzer und Harald Lange sowie Tormanntrainer Reinhard Divis unterstützt.

Erfreut zeigt sich der Schweizer aber auch über die neue Kaderregelung der heimischen Ice Liga, wonach die Anzahl der Legionäre seit heuer auf zehn begrenzt ist. Noch in der Vorsaison waren bis zu 13 Legionäre möglich. „Bei einigen Vereinen sieht man, dass sie Österreichern mehr Eiszeit geben, diese Spieler profitieren auch davon. Es ist die Tendenz, dass es mehr und mehr wird“, erklärte Bader, der eine Begrenzung schon seit Jahren gefordert hatte.

„David Reinbacher hat eine regelrechte Leistungsexplosion an den Tag gelegt.“

Bader lobt die Entwicklung von Reinbacher

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