Pinkelnig-Triumph in der Hyprid-Spur

Sport / 06.11.2022 • 21:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Skispringerin Eva Pinkelnig darf sich über einen perfekten Saisonstart freuen.GEPA
Skispringerin Eva Pinkelnig darf sich über einen perfekten Saisonstart freuen.GEPA

Dornbirnerin nach Sieg und Rang drei in Wisla Leaderin im Skisprung-Weltcup.

Wisla Eva Pinkelnig hat am Sonntag im zweiten Saisonbewerb der Skispringerinnen ihren insgesamt vierten Weltcupsieg gefeiert. Die Dornbirnerin landete in Wisla bei 129 und 128,5 Metern und gewann 10,9 Zähler vor der Deutschen Katharina Althaus. Auf Platz drei landete Frida Westman, die den ersten Weltcuppodestplatz einer schwedischen Frau im Skispringen überhaupt holte. Pinkelnig streift sich damit auch das Gelbe Trikot der Gesamtführenden über.

Erster Einzelsieg in Europa

Für die 34-jährige Pinkelnig war es die Fortsetzung einer schon sehr gut verlaufenen Vorbereitung. „Eva ist seit Wochen in super Form, die sie vom Sommer gut rübergebracht hat. Da kann man ihr nur gratulieren, ich freue mich über diese tolle Leistung“, sagte ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer. Im Vergleich zum Vortag, als sie Dritte war, sei sie noch ruhiger geblieben und habe die kleineren Fehler vom Samstag im Griff gehabt. „Sie ist heute sensationell gesprungen.“

Pinkelnig selbst, die nach drei Einzelsiegen im Jänner 2020 in Japan ihre ersten 100 Punkte auf europäischem Boden geholt hat, war überglücklich. „Jeder Sieg ist speziell und hat seine eigene Geschichte. Nach dem Milzriss jetzt wieder ganz oben zu stehen, ist unglaublich. Jetzt muss ich mich zusammenreißen, dass ich nicht wirklich eine Träne vergieße“, freute sich die stets lächelnde Athletin des WSV Tschagguns. Pinkelnig bedankte sich beim perfekt arbeitenden Team und den Serviceleuten. Die Führung nach dem ersten Durchgang hat sie trotz starker Konkurrenz nicht gebremst. „Ich bin auch stark, und habe mein Ding durchgezogen“, strotzt sie vor Selbstvertrauen.

Weltcup-Titelverteidigerin Sara Marita Kramer kam nach Rang zwei am Samstag auf Platz sechs. Die 21-jährige Salzburgerin war mit dem Sonntag-Abschneiden unzufrieden, gratulierte aber auch Pinkelnig. „Sehr stark. Sie springt auf einem sehr guten Level, ich gratuliere. Ich habe genau das Gegenteil gemacht – vielleicht zuerst wegspringen und dann fliegen, das wäre eine Idee“, war sie selbstkritisch.

Pinkelnig führt nun mit 160 Zählern vor Samstag-Siegerin Silje Opseth (136) aus Norwegen und Landsfrau Kramer (120). Die Frauen haben nach dem frühen Auftakt, der erstmals als Hybrid-Veranstaltung mit Eisspur im Anlauf, aber auf grüner Matte erfolgte, vier Wochen Pause. Die nächsten Bewerbe stehen am 3./4. Dezember in Lillehammer auf dem Programm.

Doppelpack von Kubacki

Bei den Bewerben der Herren bejubelte Dawid Kubacki vor Heimpublikum einen Doppelerfolg. Am ersten Tag setzte sich der Pole vor Halvor Egner Granerud (Nor) und Stefan Kraft durch. In zweiten Springen belegten Anze Lanisek (Slo) und Marius Lindvik (Nor) die weiteren Podestplätze, Stefan Kraft wurde Fünfter.

„Ich muss mich zusammenreißen, dass ich nicht gleich in Freudentränen ausbreche.“

Glücksgefühle nach dem Blick auf die Anzeige.
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Premiere für Pinkelnig im gelben Weltcup-Leadertrikot.
Premiere für Pinkelnig im gelben Weltcup-Leadertrikot.

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