Den richtigen Moment abwarten

Sport / 10.11.2022 • 22:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei seinem Interview in Vorarlberg LIVE sprach Adi Hütter auch über Teamgeist.

Bei seinem Interview in Vorarlberg LIVE sprach Adi Hütter auch über Teamgeist.

Adi Hütter (52) fühlt sich bereit für einen neuen Trainerjob.

Schwarzach „Ja“, sagt Adi Hütter im Gespräch bei Vorarlberg LIVE, „ja, es hat Anfragen gegeben.“ Der Fußballtrainer hat nach 34 Jahren im Profigeschäft, erst als Spieler und nunmehr als Coach, gelernt, auch einmal Nein zu sagen. Hütter will nach seiner sportlich wenig erfolgreichen Zeit bei Borussia Mönchengladbach wieder eine gute Entscheidung treffen. „Die Zeit hat richtig gut getan, vor allem habe ich auch Zeit für die Familie gefunden. Ich muss zugeben, dass ich in den ersten Wochen fast nie an Fußball gedacht habe.“ Jetzt allerdings spüre er wieder dieses Kribblen. „Ja, ich bin wieder bereit“, sagt er, ohne Präferenzen auszusprechen. Doch es würde nicht wundern, wenn der Weg des Altachers auf die Insel führen würde. Hütter hat sich stets Ziele gesteckt. Nach seiner Zeit bei RB Salzburg war es das Ausland, nach dem Titelgewinn mit Bern zog es ihn nach Deutschland. Und die Bundesliga wird für ihn immer ein Thema bleiben, doch Fußball-Nationen wie England oder auch Italien versprühen einen besonderen Reiz.

Ob er sich denn einen Einstieg in der Winterpause vorstellen könne? „Im Fußball kann es schnell gehen“, sagt er. Wichtiger ist ihm der Fakt, sich bereit zu fühlen, eine neue Aufgabe anzutreten. Nicht zuletzt deshalb sieht er es auch als seinen Job an, die Spiele der Weltmeisterschaft zu beobachten. Dass ihn daneben die Menschenrechtsverletzungen ebenfalls beschäftigen, sei ein nicht unwesentlicher Teil der Endrunde. Deshalb wird er aus rein beruflicher Natur ein Auge auf die Spiele haben. Sportlich erwartet er keine allzu großen Überraschungen. Auch für ihn zählen Frankreich, Deutschland, Brasilien, aber auch Argentinien zum Kreis der Titelfavoriten. Respekt hat er auch vor der Mannschaft aus Belgien, das ja in der EM-Qualifikation in der Österreich-Gruppe spielt. „Keine leichte Aufgabe, auch Schweden ist unangenehm“, urteilt Hütter über die kommenden Quali-Gegner von Rot-Weiß Rot.

Mit Stolz erfüllt ihn, dass das „kleine Ländle dank Altach und der Austria mit zwei Klubs in der Bundesliga vertreten ist und mit dem FC Dornbirn ein Verein in der 2. Liga spielt“. Für den Trainer ein Beweis, dass gut gearbeitet wird. Was das anstehende Derby betrifft, so erwartet er ein spannendes Spiel. Zugleich verrät er, dass für ihn als Altacher das Fußballherz klar für die Elf aus dem Rheindorf schlägt.

Als Altacher wünsche ich mir den Sieg im Derby. Auch weil Trainer Klose gut zu Altach passt. Wieso? Er ist ein Weltstar und dennoch bescheiden und demütig geblieben.

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