Mit Netzer fehlt Lustenaus „Glücksbringer“

Sport / 11.11.2022 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Für Netzer gab es im Reichshofstadion bis auf Geschenkkörbe nie was geschenkt.gepa
Für Netzer gab es im Reichshofstadion bis auf Geschenkkörbe nie was geschenkt.gepa

Altachs großer Abwesender hatte eine furchtbare Bilanz im Reichshofstadion.

ALTACH Ein Altacher wird am Samstag (17 Uhr) zum ersten Mal seit 13 Jahren nicht bei einem Derby gegen Austria Lustenau im Reichshofstadion sein. SCRA-Legende Philipp Netzer. Nicht nur, weil er im Sommer seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat. Sondern auch, weil er als Cotrainer der Altach Juniors in der VN.at-Eliteliga in Langenegg auf seinen Freund und langjährigen Weggefährten Martin Kobras mit dessen FC Rotenberg trifft (14 Uhr). Und da geht es mit seinem Team nach Abpfiff statt zum Derby zum Saisonabschluss auf eine Hütte. So schräg es vielleicht klingen mag: Für Altach könnten das gute Nachrichten sein, zumindest wenn man abergläubig ist.

Denn die letzten zehn Derbys mit Netzer im Reichshofstadion haben die Rheindörfler eine furchtbare Bilanz. Von den acht Spielen, bei denen er am Feld stand, konnte Altach nur eines gewinnen (2 Remis und 5 Niederlagen). Dazu gingen zwei weitere, bei denen er zum Zuschauen auf der Tribüne verdammt war, verloren. „Ich habe die Spiele in Lustenau eigentlich nie genießen können. In dem Stadion hatte ich immer ein schlechtes Gefühl.“ Negatives Highlight war das 0:5 2014, als Altach schon als Aufsteiger in die Bundesliga feststand. Da gab es zuerst Lustenauer Spezialitäten als Meistergeschenk und danach Gegentore eingeschenkt. Pikant: Als Elfjähriger stand Netzer sogar einmal auf der Lustenauer Fantribüne, als die Austria 1997 ihr erstes Bundesligaspiel gegen den damaligen Meister Austria Salzburg mit Adi Hütter sensationell 2:0 gewann. Er scheint also ein gewaltiger Glücksbringer für den Gegner zu sein – zumindest im Reichshofstadion. chk

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