Austria entzaubert den SCR Altach

Sport / 12.11.2022 • 19:10 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Bryan Teixeira war wieder einmal der Mann des Spiels und erzielte zwei Treffer beim 3:0-Sieg im Deryb über Altach.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Bryan Teixeira war wieder einmal der Mann des Spiels und erzielte zwei Treffer beim 3:0-Sieg im Deryb über Altach.gepa

Grün-Weiße gewinnen deutlich mit 3:0 gegen den SCR Altach und krönen sich zur Nummer eins in Vorarlberg.

Lustenau Volles Reichshofstadion, zwei Teams mit gleich viel Punkten und dem gleichen Ziel: die Nummer eins im Land zu sein. Die Zutaten für das zweite Bundesligaderby zwischen dem SCR Altach boten alles, was das Fußballherz höher schlagen lässt. Das Rezept für den Sieg hatten aber nur die Lustenauer, die mit dem 3:0-Sieg den SCR Altach zum zweiten Mal in Folge besiegen konnte.

Mutige Lustenauer, ängstliche Altacher

Das Herz nahmen von er ersten Sekunde an die Gastberger aus Lustenau in die Hand. Kapitän Pius Grabher und Co. traten von Start weg auf, wie man es sich in einem Derby erwartet. Mutig, hohe Laufbereitschaft und immer mit dem Blick für die Offensive. Die Gäste aus Altach agierten, wie beim ersten Derby, ängstlich, fanden so gut wie nie in die Zweikämpfe und liefen den Grün-Weißen nur hinterher. Die Folge: Das frühe und verdiente 1:0. Austrias Identifikationsfigur Grabher (8.) ließ die Nordtribüne erstmals beben. Bryan Teixeira setzte sich über links gegen Altachs Felix Strauss durch, wie so oft in den Anfangsminuten, spielte Hakim Guenouche frei. Dessen Flankenball brachte Lukas Fridrikas unter Kontrolle und bediente Austrias Mittelfledmotor zum 1:0. In Folge drückten die Hausherren weiter aufs Tempo, Altach war nicht zu sehen.

Austrias Fans überzeugten vor dem Spiel mit einer wunderbaren Choreografie, die Mannschaft zog dann im Spiel nach.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Austrias Fans überzeugten vor dem Spiel mit einer wunderbaren Choreografie, die Mannschaft zog dann im Spiel nach.gepa

Harmlose Altacher

Es dauerte 28 Minuten bis die Rheindörfler erstmals Gefährlichkeit andeuteten, doch ein Flankenball von Alexis Tibidi fand nur Austrias Tormann Domenik Schierl. Danach nahm die Austria etwas Tempo aus ihrem Spiel, konnte sich aber immerwieder von hinten mühelos nach vorne kombinieren. So geschehen in der 29. Minute, als Teixeira erneut über links marschierte und die Kugel Richtung Fridrikas brachte. Dessen Schuss ging aber am Kurzen Eck vorbei. Bei den Rheindörflern musste man auf Aktionen in der Offensive von Tibidi hoffen. Und der Franzose war es auch, der für große Gefahr für Austrias Tor sorgte. Nach wunderbaren Haken verzog sein Schuss am langen Eck. Und plötzlich war die Elf von Miroslav Klose nahe dran am Ausgleich. Jan Jurcec, 40 Minuten lang überhaupt nicht zu sehen, scheiterte zweimal (39./42.) an Austrias Schierl. Kurz vor Halbzeit fiel dann aber die Vorentscheidung. Zuerst scheiterte Bakary Nimaga mit einem Schuss, weil Jean Hugonet diesen gerade noch blocken konnte. Aus dem Abpraller entwickelte sich ein Konter, maßgeschneidert für Teixeira. Der Teamspieler der Kap Verden zog von der Mittellinie mit dem Ball am Fuß über die gesamte Hälfte der Altacher, Gegenspieler Strauss war einmal mehr überfordert und wußte sich nur mit einem Foul zu helfen – aber im Strafraum, was Elfmeter bdeutete. Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung und ließ das Stadion erneut beben – 2:0.

Alexis Tibidi war im ersten Durchgang noch der einzige Aktivposten bei den Rheindörflern.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Alexis Tibidi war im ersten Durchgang noch der einzige Aktivposten bei den Rheindörflern.gepa

Zaubertor zum 3:0

Zur Halbzeit musste Altachs Trainer Klose reagieren und brachte Forson statt des im Mittelfeld überforderten Nimaga. Und hätte Austria-Tormann Schierl gegen Tibidi (50.) und Adriel gegen den Nachschuss von Noah Bischof nicht gehalten bzw. gerettet, wäre es nochmal richtig spannend geworden. Doch im anschließenden Angriff nahmen die Austria den Altachern jeglichen Wind aus den Segeln. Und wie: Rhein lupft den Ball über die Abwehr, Guenouche kommt angerauscht und bedient den völlig freistehenden Teixeira, der seelenruhig zum 3:0 (51.) einschoss. Ein wahres Zaubertor.

Dann reagierten die Altacher. Aber nur die Fans, nicht die Mannschaft. Ein pyrotechnisches Feuerwerk im Auswärtssektor sorgte für eine siebenminütige Unterbrechung.

Altachs Fans zündeten mehrere Feuerwerke und sorgten für eine lamge Spielunterbrechung.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Altachs Fans zündeten mehrere Feuerwerke und sorgten für eine lamge Spielunterbrechung.gepa

Nachdem die Spieler wieder zurück auf dem Feld waren, passierte nicht mehr viel. Altach war nicht imstande nochmal zuzusetzen, die Austria spielte den zweiten Derybsieg in Folge ruhig und gekonnt runter. Lukas Fridrikas vergab mit seinem Hackentrick nach Zuspiel von Teixeira (79.) noch die Chance auf einen höheren Sieg. Auf Altacher Seiter vergab der blaß gebliebene Atdhe Nuhiu per Kopf (90+1.) den Ehrentreffer.

Damit gehen die Lustenauer als die Nummer eins im Land in die lange Winterpause.

Pius Grabher eröffnete mit seinem 1:0 den Torreigen im Derby gegen Altach.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Pius Grabher eröffnete mit seinem 1:0 den Torreigen im Derby gegen Altach.gepa

Fussball, Admiral Bundesliga, 16. Spieltag

Austria Lustenau – SCR Altach x:x (2:0)

Lustenau, Reichshofstadion, 4500 Zuscher (ausverkauft), SR Grobelnik

Torfolge: 8. 2:0 Grabher, 45+6. 2:0 Teixeira, 51. 3:0 Teixeira

gelbe Karten: Anderson, Gmeiner, Grabher bzw. Strauss, Jäger, Tibidi

Austria Lustenau (5-3-2): Schierl; Gmeiner (66. Diaby), Anderson, Hugonet, Adriel, Guenouche (90+2. Küng) – Rhein (81. Türkmen), Grabher, Surdanovic – Teixiera (90+2. Berger) , Fridrikas (81. Schmid)

SCR Altach: Casali – Bukta (68. Thurnwald), Strauss (60. Tartarotti), Haudum, Zwischenbrugger, Jurcec – Nimaga (46. Forson), Jäger -Tibidi (81. Abdijanovic), Bischof – Nuhiu

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