Verbaler Rundumschlag von Cristiano Ronaldo

Sport / 14.11.2022 • 20:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Portugals Teamkapitän machte seinem Ärger Luft.

Manchester Im englischen TV-Sender „TalkTV“ hat der Portugiese seinen aktuellen Trainer bei Manchester United, Erik ten Hag, sowie dessen Vorgänger und nunmehrigen ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick verbal attackiert. Rangnick fungierte bei United von Dezember 2021 bis Mai dieses Jahres als Coach von Ronaldo und hinterließ beim 37-Jährigen offenbar keinen positiven Eindruck. „Wenn man nicht einmal Trainer ist, wie kann man dann Boss von Manchester United sein?“, fragte Ronaldo und gab an, zuvor noch nie von Rangnick gehört zu haben. „Nachdem der Club Ole (Anm. d. Red.: Ole Gunnar Solskjaer) entlassen hat, holen sie Ralf Rangnick, was niemand versteht. Dieser Typ ist nicht einmal Trainer. Ein großer Club wie Manchester United bringt einen sportlichen Direktor, der nicht nur mich, sondern die ganze Welt überrascht.“

Doch Rangnick ist im Besitz einer Trainerlizenz und arbeitet seit fast 40 Jahren bei den unterschiedlichsten Vereinen. Unter dem österreichischen Teamchef zählte Ronaldo zumeist zum Stammpersonal. Seit dem Amtsantritt von Ten Hag ist er aber nur noch Bankerldrücker. Über den niederländischen Trainer sagte Ronaldo: „Ich habe keinen Respekt vor ihm, weil er mir gegenüber keinen Respekt zeigt. Wer mich nicht respektiert, für den werde ich auch niemals Respekt haben.“

Außerdem erklärte Ronaldo, der Verein habe ihn nicht unterstützt, als seine Tochter im Juli ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er sagte, ManUnited habe ihm misstraut und es am Empathie fehlen lassen, als er deshalb nicht rechtzeitig zum Training vor Saisonbeginn erschienen sei. Seinen Zorn bekam zudem sein Ex-United-Mitspieler Rooney, der die Leistungen des Portugiesen zuletzt oft skeptisch kommentiert hatte, zu spüren. „Ich weiß nicht, warum er mich so kritisiert. Vielleicht weil er seine Karriere schon beendet hat und ich noch immer auf hohem Level spiele. Und ich sage nicht, dass ich besser aussehe als er. Was stimmt“, ätzte Ronaldo.

Seine Zeit bei den „Red Devils“ dürfte nach diesen Aussagen wohl demnächst zu Ende sein. Über einen möglichen neuen Verein sprach Ronaldo, der mit Portugal nach Katar reist, vorerst jedoch noch nicht.

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