„Für 60 Minuten werden Freundschaften ruhen“

Sport / 17.11.2022 • 20:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Szene aus der Finalserie im Juni 2021, als Stevanovic mit den Fivers in Hard mit 27:28 verlor.GEPA
Szene aus der Finalserie im Juni 2021, als Stevanovic mit den Fivers in Hard mit 27:28 verlor.GEPA

Nikola Stevanovic trifft heute (18.30 Uhr) erstmals im Trikot der
Alpla HC Hard auf seinen Stammverein Fivers Margareten.

Hard Abgesehen von den vier Monaten bei der HBW Balingen-Weilstetten in der Deutschen Bundesliga und dem halben Jahr in Griechenland bei AEK Athen hat Nikola Stevanovic ausschließlich das Trikot des HC Fivers Margareten getragen. Nach dem Wechsel im Sommer zum Alpla HC Hard wartet auf den 24-jährigen Linkshänder das erste direkte Duell gegen seinen Stammverein. „Die Vorfreude ist groß, wenngleich ich gestehen muss, dass in den letzten Tagen auch etwas Nervosität dazugekommen ist. Das Kribbeln wird mehr, je näher der Spieltermin kommt“, gesteht Stevanovic unverblümt ein. „Abgesehen von der Anreise hat sich die Ausgangslage nicht geändert. Egal ob früher im Fivers-Trikot oder jetzt als Spieler des Alpla HC Hard. Wenn ich auf dem Spielfeld stehe, will ich gewinnen.“

Gute und schlechte Erinnerungen

Stevanovic erinnert sich noch gut an seinen letzten Auftritt als Fivers-Akteur in der Sporthalle am See. In der Finalserie der Saison 2020/21 musste sich der Klub aus dem fünften Wiener Gemeindebezirk in Hard mit 27:28 und anschließend zu Hause 27:29 geschlagen geben. „Es waren zwei extrem enge Partien und natürlich ein bitteres Ende für mich persönlich, weil es damals meine letzten Spiele bei den Fivers waren.“ Gut in Erinnung sind dem Linkshänder noch die Finalduelle in der Saison 2017/18. „Da haben wir mit einem 30:23-Erfolg in Hard den Grundstein für meinen ersten und einzigen Titelgewinn in meiner Premierensaison bei den Fivers gelegt.“

Neidlos betont Stevanovic auch, dass er im Verlauf seiner Zeit bei den Fivers die Rückreise aus dem Ländle sicher öfter ohne als mit Punkten im Gepäck angetreten habe. „Jetzt hat sich die Ausgangslage bekanntlich geändert und ich hoffe natürlich, dass die Punkte in Hard bleiben. Ich fühle mich hier wohl, habe das Privileg, meinen Beruf bei einem Topklub an einem der schönsten Flecken in Österreich ausüben zu dürfen. Ich bin nach Hard gewechselt, um Erfolge zu feiern und Titel zu gewinnen. Daran ändert sich nichts, egal ob wir gegen die Fivers oder einen anderen Gegner spielen.“

Obwohl Stevanovic noch einen intensiven Kontakt zu ehemaligen Teamkollegen pflegt und erst vor zwei Tagen mit „Spezl“ Marin Martinovic lange telefonierte, betont er klar, dass in den 60 Minuten alle Freundschaften ruhen werden: „Ich bin mit vielen Fivers-Spielern aufgewachsen und werde meine Herkunft und Freundschaften nie verleugnen oder vergessen. Doch jetzt schlägt mein Herz für Hard, und ich werde alles dafür geben, damit die zwei Punkte auf unser Konto gehen werden.“ VN-JD

„Ich werden alles dafür geben, damit die zwei Punkte auf unser Konto gehen.“

Nikola Stevanovic hat in neun Ligaspielen für den Alpla HC Hard bisher 16 Treffer erzielt, und in den sechs Europacuppartien brachte es der Linkshänder auf sechs Tore.GEPA
Nikola Stevanovic hat in neun Ligaspielen für den Alpla HC Hard bisher 16 Treffer erzielt, und in den sechs Europacuppartien brachte es der Linkshänder auf sechs Tore.GEPA

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