Im Kampf um Kristall dabei sein

Sport / 24.11.2022 • 22:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Matthias Mayer möchte in Lake Louise den Abfahrtssieg aus dem vergangenen Jahr wiederholen.gepa
Matthias Mayer möchte in Lake Louise den Abfahrtssieg aus dem vergangenen Jahr wiederholen.gepa

Mayer und Kriechmayr hoffen in Lake Louise auf einen Start wie im Vorjahr.

LAke Louise Die Skiweltcuprennen in Lake Louise kommen mit viel Beiwerk daher. Beim ersten Kräftemessen der Saison der Männer wird erstmals die neue Startreihenfolge angewandt, und es werden möglicherweise die letzten Rennen der Männer im Traditionsort sein, im nächsten Kalender scheint der Veranstalter in Kanada vorerst nicht mehr auf. Österreichs Team musste den Schock nach dem Saison-Aus von Max Franz verdauen, Vorfreude ist freilich dennoch da.

Temperaturen im deutlichen Minusbereich sind für die kommenden Tage angesagt, aber auch Schneefall – am meisten für Sonntag. Auf dem Programm stehen heute eine Abfahrt sowie am Samstag und Sonntag je ein Super-G (20.30 Uhr). Für zusätzliche Spannung soll ein neues Regelwerk sorgen: Die Topläufer werden mit den Nummern 6 bis 15 über die Piste gehen, auf die im Ranking von 11 bis 20 Platzierten entfallen ebenfalls per Los die Nummern 1 bis 5 und 16 bis 20. Bis Saisonende 2021/22 durften die Top Ten der Weltrangliste ungerade Nummern von 1 bis 19 wählen.

Das ÖSV-Team lieferte vor einem Jahr in der Abfahrt ein Topergebnis ab. Matthias Mayer siegte vor Vincent Kriechmayr, hinter den Schweizern Beat Feuz und Marco Odermatt wurde Franz Fünfter. Für Mayer schauten in der vergangenen Saison in der Abfahrt noch ein zweiter und ein dritter Platz heraus, Vincent Kriechmayr gewann in Wengen und Courchevel. Den Disziplinweltcup holte sich Aleksander Aamodt Kilde vor Feuz und Dominik Paris. Mayer wurde Fünfter, Kriechmayr Sechster. Heuer soll es freilich wieder Richtung Podest sowie aktive Teilnahme am Kugelkampf gehen.

Eine Portion Extra-Motivation

„Wir sind natürlich voller Vorfreude, dass es endlich losgeht. Die Olympischen Spiele haben mich gewurmt, das war für mich eine Extra-Motivation, ich habe noch genug Ziele“, sagte Kriechmayr. „Wir hoffen, dass wir vorne mitfahren, wir trauen uns das auch zu. Aber vor der Saison ist immer schwierig zu sagen, wo man genau steht“, sagte der Doppelweltmeister. Die Verletzung von Max Franz sei ein Schock gewesen. „Das Team ist nicht extrem breit aufgestellt in der Spitze. Aber wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass wir mit dem Druck umgehen können.“

Dass er „einer der Leistungsträger sein werde in der Speed-Gruppe“, wisse er, das sei nichts Neues für ihn, erklärte Mayer. „Es wäre schön, mit einem Stockerlplatz nach Beaver Creek zu reisen. Ich brenne darauf, dass es endlich losgeht“, erklärte der dreifache Olympiasieger. Dritte Kraft im Team ist Daniel Hemetsberger, der als Dritter in Kitzbühel in der vergangenen Saison seinen ersten Stockerlplatz errang und in Bormio und Wengen Vierter sowie in Courchevel Fünfter wurde.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.