Brasilien stellt sich Neymar-Frage

Sport / 27.11.2022 • 19:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Südamerikaner müssen gegen die Schweiz auf ihren Superstar verzichten.

Doha Ohne Neymar, dafür mit einer Vielzahl an hochklassigen Alternativen und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen geht Brasilien in sein zweites Gruppenspiel bei der WM. Teamchef Tite muss sich vor dem Duell gegen die Schweiz heute (17.00 Uhr/live ServusTV) vor allem eine Frage stellen: Wer ersetzt Neymar? Der PSG-Profi hatte sich beim souveränen Auftakt-2:0 gegen Serbien am rechten Sprunggelenk verletzt und fällt zumindest für die kommende Partie aus.

Schwellung der Nation

Der Anführer der Seleção war in der 79. Minute mit geschwollenem Knöchel ausgewechselt worden, der 30-Jährige muss genauso wie Außenverteidiger Danilo mit einer Bänderverletzung pausieren. Die gute Nachricht für Brasilien und seine Fans: Neymars Fuß wird wieder dünner, die „Schwellung der Nation“ klingt langsam ab.

Trotzdem Favorit

Gegen die Serben agierte Neymar die meiste Zeit als zweite Spitze hinter Doppeltorschütze Richarlison. Möglich wäre, dass Raphinha in diese Rolle vorgezogen wird und stattdessen Martinelli oder Rodrygo auf dem rechten Flügel zum Einsatz kommen. Aber wie auch immer Tite entscheiden wird: große Sorgen muss er sich nicht machen. Neymars Genialität und Extravaganz werden der Seleção gegen die Schweizer – die bei der EM im vergangenen Jahr Weltmeister Frankreich ausgeschaltet hatten – zwar fehlen. Aber Brasilien hat bei der Copa América 2019 bewiesen, dass es große Titel auch ohne den verletzten Star holen kann.

Schweiz ohne Okafor

Auf die Schweiz wartet nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Kamerun unterdessen so etwas wie ein Bonusspiel im Stadium 974. Mit einem überraschenden Punktgewinn gegen den WM-Topfavoriten könnten sich die Eidgenossen eine noch bessere Ausgangsposition für das mögliche „Finalspiel“ in der Gruppe G gegen Serbien schaffen. Der Ausfall von Neymar tue „einem Fußballer-Herz weh. Man sieht solche Spieler natürlich lieber auf dem Platz. Aber ich denke, Brasilien hat genug Spieler, um drei Mannschaften zu stellen. Daher macht es die Aufgabe für uns nicht einfacher“, betonte Yakin und zeigte sich zuversichtlich: „Wir sind bereit, ein richtig gutes Spiel zu zeigen.“ Er hoffe auf einen guten Start und eine bessere erste Hälfte als beim 1:0 zum Auftakt gegen Kamerun. Man wolle „den Gegner aggressiv stören und zu Chancen kommen“.

Dabei muss der Schweizer Teamchef auf RB Salzburgs Sturmtank Noah Okafor verzichten. Der Stürmer leidet unter muskulären Problemen im Oberschenkel. Deshalb konnte der 22-Jährige am Sonntag nicht zusammen mit der Mannschaft von Trainer Murat Yakin trainieren. Okafor war beim 1:0-Auftaktsieg der Eidgenossen gegen Kamerun in der 72. Minute eingewechselt worden.

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