Der „Beißer“ beißt sich durch

Sport / 27.11.2022 • 22:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Daniel Hemetsberger fehlten in Lake Louis nur 0,06 Sekunden zu seinem Premiersieg im Weltcup. GEPA
Daniel Hemetsberger fehlten in Lake Louis nur 0,06 Sekunden zu seinem Premiersieg im Weltcup. GEPA

Hemetsberger in Lake-Louise-Abfahrt Zweiter hinter Kilde.

Lake Louise Nach vier Kreuzbandrissen und nun drei verletzungsfreien Jahren scheint sich Daniel Hemetsberger in der Abfahrts-Weltspitze zu etablieren. In der Vorsaison errang er bereits vier Top-Fünf-Ränge, darunter war die Podestpremiere als Dritter in Kitzbühel. Gleich im ersten Speedrennen des neuen Winters schloss der 31-Jährige daran an, fuhr als Zweiter in Lake Louise hinter dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde sein bestes Weltcupergebnis ein.

Lange Zeit wollte es Hemetsberger im Zielraum nicht glauben, dass seine Fahrt für das Stockerl gereicht hatte. „Das Rennen ist erst aus, wenn es aus ist. Bis dahin kann ich keine Ruhe finden“, erklärte der Oberösterreicher. Dass es letztlich nur um 6/100 Sekunden nicht zum Debütsieg gereicht hatte, wurmte ihn „im Moment absolut nicht, vielleicht später einmal“. Mit seinem Rennen zeigte er sich zufrieden. „Ich habe es so probiert, wie ich es in den vergangenen Rennen angegangen bin. Also möglichst gut fokussieren und schauen, dass ich Vollgas mit allem, was ich habe, die Piste runterkrache.“

Er sei einen harten Weg gegangen, erinnerte er sich an die erste Verletzung als 18-Jähriger zurück. „Dann habe ich im Zweijahresintervall immer wieder Reha gehabt und mich zurückgekämpft. Jetzt bin ich Gott sei Dank seit drei Jahren verletzungsfrei, das ist wichtig, damit man den Rhythmus halten kann.“ Gänzlich ohne Knieschmerzen kommt er aber nicht durch, eine Stunde Physiotherapie sei nötig, um nach einem Rennen am Tag danach ein nächstes fahren zu können.

„Es war eine gute Fahrt, ein guter Tag für mich. Im Moment bin sehr zufrieden.“

Ski-Weltcup

Abfahrt der Männer in Lake Louise

1. Aleksander Aamodt Kilde (NOR)  1:47,98

2. Daniel Hemetsberger (AUT) 1:48,04  +0,06

3. Marco Odermatt (SUI) 1:48,08  +0,10

4. Matthias Mayer (AUT) 1:48,35  +0,37

5. Beat Feuz (SUI) 1:48,61  +0,63

6. Johan Clarey (FRA) 1:48,86  +0,88

7. Niels Hintermann (SUI) 1:48,93  +0,95

8. Thomas Dreßen (GER) 1:49,00  +1,02

9. Ryan Cochran-Siegle (USA) 1:49,10  +1,12

10. Romed Baumann (GER) 1:49,11  +1,13

11. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:49,23  +1,25

12. Dominik Schwaiger (GER) 1:49,36  +1,38

13. Travis Ganong (USA) 1:49,61  +1,63

14. Otmar Striedinger (AUT) 1:49,67  +1,69

15. Matthieu Bailet (FRA) 1:49,70  +1,72

Weiters: 44. Stefan Babinsky (AUT) 1:51,25 +3,27; 46. Julian Schütter (AUT) 1:51,37 +3,39; 54. Maximilian Lahnsteiner (AUT) 1:52,26 +4,28

Ausgeschieden u. a.: Christoph Krenn (AUT), Dominik Paris (ITA)

Super-G der Männer in Lake Louise

1. Marco Odermatt (SUI) 1:32,53  

2. Aleksander Aamodt Kilde (NOR)  1:32,90 +0,37

3. Matthias Mayer (AUT) 1:33,31  +0,78

4. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:33,39  +0,86

5. Matthieu Bailet (FRA) 1:33,69  +1,16

Andreas Sander (GER) 1:33,69  +1,16

7. Daniel Hemetsberger (AUT) 1:33,77 +1,24

8. Nils Allegre (FRA) 1:33,81 +1,28

9. Stefan Rogentin (SUI) 1:33,84 +1,31

10. James Crawford (CAN) 1:33,86 +1,33

11. Guglielmo Bosca (ITA) 1:33,89 +1,36

12. Alexis Pinturault (FRA) 1:33,92 +1,39

13. Brodie Seger (CAN) 1:34,06 +1,53

14. Simon Jocher (GER) 1:34,08 +1,55

15. Raphael Haaser (AUT) 1:34,09 +1,56

Weiters: 24. Otmar Striedinger (AUT) 1:34,35 (+1,82); 25. Stefan Babinsky (AUT) 1:34,44 (+1,91);
33. Marco Schwarz (AUT) 1:34,94 (+2,41)

Erklärung: Das Rennen war nach einem Sturz des Schweizers Mauro Caviezel länger unterbrochen. Bei Redaktionsschluss waren 48 der insgesamt 63 Läufer im Ziel.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.