Die NHL macht viel Rummel um Reinbacher

Sport / 30.11.2022 • 23:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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David Reinbacher, der kürzlich sein Debüt im österreichischen Nationalteam gab, steht bei vielen NHL-Klubs auf der Wunschliste für den Draft im kommenden Sommer. HR 

Verteidigertalent aus Lustenau lockt viele Scouts in die Schweiz.

Kloten Die Pressetribüne in Langnau war für einmal brechend voll. Beim Spiel der Tigers in der vergangenen Woche gegen den EHC Kloten (2:1) machten die Eishockey-Talentesucher der National Hockey League den heimischen Journalisten die Plätze streitig. Gleich zehn Scouts von sechs verschiedenen NHL-Organisationen wollten David Reinbacher bei der Arbeit zusehen. Das Interesse der besten Eishockeyliga der Welt am 18-jährigen Verteidiger erreichte damit eine neue Dimension. Noch nie zuvor hatte im Schweizer Eishockey ein junger Spieler so viel Interesse geweckt, wie der Rohdimant aus Lustenau. „Ein Österreicher ist das einzige Talent in unserer Liga, das die NHL interessiert“, schrieb Eishockey-Edelfeder Klaus Zaugg. Er bezeichnet den gebürtigen Hohenemser, der eine Schweizer Lizenz besitzt und damit für Kloten nicht in das Legionärskontingent fällt, als Wunderkind. „Es hat in unserer Liga noch nie einen solchen Rummel um einen künftigen NHL-Draft gegeben wie in diese Saison um Reinbacher.“

„Ich kann locker spielen“

Mittlerweile wird der Sohn des ehemaligen Lustenau-Verteidigers Harald Reinbacher auch als der beste Abwehrspieler seines Jahrgangs (2004) gehandelt. NHL-Analyst Corey Pronman stufte ihn in einer ersten Bewertung als Draft für die erste Runde und als Nummer neun ein. Die Klubs von Vancouver, Ottawa, Washington, Boston, Winnipeg und Columbus beschränken sich nicht mehr nur auf die Bewertung ihrer Europa-Scouts. So etwa schickte Ottawa mit Trent Mann den Assistenten von General Manager Pierre Dorion nach Langanu, für Washington bemühte sich Chefscout Steve Bowman über den großen Teich.
Reinbacher selbst stört sich nicht am Rummel um seine Person. „Ich kann locker spielen. Es macht für mich keinen Unterschied, ob die NHL-Scouts hier sind oder mich im Video sehen“, meinte er im Interview mit dem Fernsehsender MySports. „Ich muss meine Leistung bringen, dann sind alle zufrieden.“

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