Deshalb soll die Altach-Arena die “Tür” für Austria Lustenau öffnen

Sport / 01.12.2022 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Die Cashpoint Arena in Altach erfüllt alle Kriterien für die Bundesliga-Lizenz. <span class="copyright">Stiplovsek</span></p>

Die Cashpoint Arena in Altach erfüllt alle Kriterien für die Bundesliga-Lizenz. Stiplovsek

Für die Politik ist diese Lösung für Austrias Stadionbau ein mehr als gangbarer Weg.

Schwarzach Die Diskussion um den anstehenden Auszug der Lustenauer Austria aus dem Reichshofstadion während des Umbaus ist längst angebrochen – und sie macht auch vor der Politik nicht Halt.

Sport-Landesrätin bringt drei Optionen ins Spiel

Drei Optionen nennt Sport-Landesrätin Martina Rüscher, wobei sie – ein wenig patriotisch denkend, Innsbruck als Spielort ausschließen möchte. „Es wäre die schlechteste aller Lösungen“, sagt sie. Damit bleiben auch für Rüscher nur noch das ImmoAgentur-Stadion in Bregenz und die Cashpoint Arena in Altach im Rennen. „Wir wissen, dass SW Bregenz in die 2. Liga aufsteigen will und dass dann Adaptionen im Stadion notwendig sind. Aber wir wissen auch, dass wir dann auf eine Ausnahmeregelung seitens der Bundesliga angewiesen sind“ spricht sie indirekt die Anforderung Rasenheizung an.

<p class="caption">Sport-Landesrätin Martin Rüscher plädiert für Altach als Ausweichstadion.</p>

Sport-Landesrätin Martin Rüscher plädiert für Altach als Ausweichstadion.

“Wenn Bregenz keine Lösung sein kann, dann kommt für mich nur Altach in Frage. Innsbruck wäre die schlechteste Option.”

Martina Rüscher, Sport-Landesrätin über die Stadionsuche der Austria Lustenau während des Umbaus des Reichshofstadions

Eine solche ist für die Bundesliga, aber nicht für die 2. Liga verpflichtend – und somit in Bregenz nicht angedacht. Ergo bleibt die Arena in Altach einzige Alternative. „Ja“, sagt Rüscher, „wenn sich in Bregenz keine Lösung ergibt, dann werden wir natürlich schauen, dass die Austria während des Umbaus in Altach spielen kann.“ Gespräche werde es in beide Richtungen geben, allein ihre Herangehensweise ist klar. Diesbezüglich ergeht ihre „große Bitte an Altach, die derzeitige Haltung noch einmal zu überdenken“. Für Rüscher wäre es ein Zeichen für den Spitzensport in Vorarlberg.

<p class="caption">Bei der Umsetzung des Stadion-Projekts setzt Architekt Bernardo Bader vor allem auf Holzbauweise.<span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker"><span class="copyright">Bader</span></span></p>

Bei der Umsetzung des Stadion-Projekts setzt Architekt Bernardo Bader vor allem auf Holzbauweise. Bader


Das Signal der Politik in Richtung beider Bundesligaklubs jedenfalls ist klar: „Wir werden Schritt für Schritt nach einer Lösung suchen.“

Austrias Vorstandsprecher Bernd Bösch hofft auf einen schnelleren Einzug.
Austrias Vorstandsprecher Bernd Bösch hofft auf einen schnelleren Einzug.
<p class="caption">Die Flutlichtmasten lassen keine Fertigung im Baukastensytem zu. <span class="copyright">Bader</span></p>

Die Flutlichtmasten lassen keine Fertigung im Baukastensytem zu. Bader

Flutlichtmasten sind das Problem

Diskutiert wurde in Lustenau auch der Verbleib im Stadion während des Umbaus. Zwei Faktoren sprechen laut Vorstandssprecher Bernd Bösch jedoch dagegen. Zum einen sind es die vier betonierten Flutlichttürme in Form eines Betonwürfels. Bei rund 40 m Höhe und einem Durchmesser von zwei mal zwei Meter lassen diese inklusive der Leitungen nur eine Gesamtlösung zu. Zum anderen sind es die Mindestanforderungen der Liga an ein Stadion. Schon derzeit spielt die Austria nur mit einer Ausnahmegenehmigung. Eine solche würde es, so Bösch, nach dem Abbruch der Nordtribüne wohl nicht mehr geben. Geprüft werde derzeit eine frühere Rückkehr ins Stadion, sofern als möglich. Derzeit lauten die Eckdaten: Spatenstich im November 2023, Fertigstellung mit zu Saisonbeginn 2025/26.

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