Eidgenossen im Achtelfinale

Sport / 02.12.2022 • 22:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Schweizer Breel Embolo war der beste Mann auf dem Spielfeld.ap
Der Schweizer Breel Embolo war der beste Mann auf dem Spielfeld.ap

Schweiz besiegt in einer spektakulären Partie Serbien mit 3:2.

Doha Der letzte Achtelfinal-Platz der WM in Katar geht an die Schweiz. 3:2 (2:2) siegte die „Nati“ im Aufstiegsduell mit Serbien und verteidigte Platz zwei in der Gruppe hinter Brasilien damit erfolgreich. Nach einem Schlagabtausch in der ersten Spielhälfte mit Toren der Schweizer Xherdan Shaqiri (20.) und Breel Embolo (44.) bzw. Serbiens Aleksandar Mitrovic (26.) und Dusan Vlahovic (35.) traf Remo
Freuler im Stadium 974 von Doha in der 48. Minute entscheidend.

Das Schweizer Team von Teamchef Murat Yakin trifft in der ersten K.o.-Runde am Dienstag in Lusail auf Portugal. Serbien hätte zum Weiterkommen einen Sieg gebraucht. Die Südosteuropäer müssen als eigenständige Nation damit auch nach dem dritten WM-Start weiter auf eine Achtelfinal-Teilnahme warten.

Hochbrisantes Match

Die Partie war wegen ihrer Vorgeschichte brisant. Im Gruppenduell bei der WM 2018 in Russland hatten die Schweizer Granit Xhaka und Shaqiri, die kosovarische Wurzeln haben, ihre Tore mit einer speziellen Geste gefeiert: Mit ihren Händen formten sie den doppelköpfigen Adler, der die Flagge Albaniens ziert – ein Symbol der Abgrenzung des Kosovos gegen Serbien. Die Serben betrachten die seit 2008 unabhängige Republik noch immer als Teil ihres Territoriums. Shaqiri und Xhaka sollten auch gestern mit dabei sein.

Das Spiel selbst glich einem wahren Schlagabtausch. Die Schweiz ging durch Shaquiri in Führung, die die Serben schnell in einen 2:1-Vorsprung drehten. Die Entscheidung im Spiel fiel kurz vor und kurz nach der Pause: Embolo (44.) stellte auf 2:2 und Freuler (48.) schloss eine wunderbar angetragene Kombination eiskalt zum spielentscheidenden Treffer ab. Weil den Serben die Kraft ausgieng und sie so zu keinen zwingenden Chancen mehr kamen. Die Eidgenossen konnten ihrerseits die Nerven im Zaum halten können und brachten den Sieg über die Ziellinie. „Wir haben unser Ziel in einer hochemotionalen Partie erreicht. Jetzt treffen wir mit Portugal wieder auf ein Team mit großen Namen“, so Embolo nach Spielschluss.

Eidgenossen im Achtelfinale

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