Nach der Pause total den Faden verloren

Sport / 02.12.2022 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ferlach-Kreisläufer Adrian Milicevic erzielte zehn Treffer beim ersten Heimsieg der Kärntner gegen den Alpla HC Hard.GEPA
Ferlach-Kreisläufer Adrian Milicevic erzielte zehn Treffer beim ersten Heimsieg der Kärntner gegen den Alpla HC Hard.GEPA

Alpla HC Hard mit 25:29-Niederlage bei Ferlach.

Ferlach Die Doppelbelastung mit Spielen auf nationaler und internationaler Ebene im Drei-Tage-Rhythmus hat bei den Spielern des Alpla HC Hard Spuren hinterlassen. Zwei Wochen nach dem 27:28 zu Hause gegen die Fivers und drei Tage nach dem 24:35 in der European League gegen Nexe (Cro) müssen sich die Roten Teufel vom Bodensee in Ferlach mit 25:29 (13:12) geschlagen geben. Für den ÖHB-Vizemeister war es im 23. direkten Duell überhaupt die erste Niederlage in Kärnten und der zweite Aderlass in der laufenden Saison.

Bereits am Dienstag (20.45 Uhr) wartet zu Hause der erste von zwei aufeinanderfolgenden Vergleichen gegen Balatonfüredi.

In den knapp 100 Stunden bis zum Anpfiff der Partie gegen die Ungarn gilt es, das angekratzte Selbstvertrauen zu beseitigen und die körperlichen Reserven im Endspurt des Kalenderjahres zu reaktivieren. Knapp 20 Minuten lief die Auftaktpartie der Rückrunde in der HLA-Meisterliga nach Plan, ehe die Harder nach einer 9:6-Führung (19.) die Herrschaft aus der Hand gaben und sich mit dem Minimalvorsprung von 13:12 beim Gang in die Kabine begnügen mussten.

2:10-Lauf nach den Seitenwechsel

Doch es sollte noch „finsterer“ kommen für die Equipe von Coach Hannes Jon Jonsson. Mit einem 10:2-Lauf auf 22:15 (43.) übernahmen die Gastgeber das Kommando und gaben den Vorsprung bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand.

Nicht nur in dieser Schwächephase, sondern während der gesamten Spielzeit unterliefen den Harder ungewohnt viele technische Fehler (14), die nur teilweise mit den Belastungen der letzten Monate zu rechtfertigen sind. Es waren auch unnötige Zeitstrafen, die beiden Roten Karten für Ivan Horvat (41.) und Dominik Schmid (57.), und eine Vielzahl von schlechten Würfen, die zum Premierensieg der Kärntner in eigener Halle beitrugen. Gleichzeitig bleibt Ferlach das einzige Team, dass diese Saison zu Hause keinen Punkt abgegeben hat.

„Das war vor allem in der zweiten Halbzeit zu wenig. In den letzten Spielen haben wir zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung gemacht und die Gegner nutzten das eiskalt aus. In der Deckung standen wir oft allein da und die Räume waren zu groß“, erklärt Kapitän Schmid. „Wir müssen uns jetzt geschlossen als Mannschaft aus diesen Negativspirale herauskämpfen. Am Dienstag wartet die nächste Aufgabe, bei der wir zeigen wollen, was in uns steckt.“ VN-JD

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