Acht auf einen Streich in Innsbruck

Sport / 04.12.2022 • 20:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Bludenzer Jonas Müller landete im Einsitzer auf dem dritten Rang: „Ich kenn mich gar nicht mehr aus.“APA
Der Bludenzer Jonas Müller landete im Einsitzer auf dem dritten Rang: „Ich kenn mich gar nicht mehr aus.“APA

Österreichische Rodler räumen an Heim-Wochenende ab.

Innsbruck-Igls Österreichs Rodel-Sport hat das erfolgreichste Wochenende seiner Geschichte abgeliefert und auch international für neue Maßstäbe gesorgt. Nach dem makellosen Samstag mit drei Siegen im Frauen-Einsitzer und den beiden Doppelsitzern setzten die rot-weiß-roten Athleten den Sensationslauf fort und gewannen auch alle fünf weiteren Rennen, womit sie alle acht Konkurrenzen beim Weltcup-Auftakt in Igls für sich entschieden.

Die Rodel-Männer hatten den „goldenen“ Sonntag mit einem historischen Auftritt eingeleitet: Zum zweiten Mal in der Geschichte des Weltcups gab es durch Nico Gleirscher, Wolfgang Kindl, den Bludenzer Jonas Müller und David Gleirscher sogar einen Vierfachsieg.

„Megageil“

Der Jubel der Österreicher im Auslauf kannte keine Grenzen, ein Freudentanz der Männer zeigte, wie sehr sich die vier miteinander freuten. „Es war megageil. Da sieht man, dass wir brutal zusammenhalten, jeder freut sich mit jedem mit“, sagte Nico Gleirscher, der mit dem Wissen als Führender in den zweiten Lauf gegangen war, dass schon ein Triplesieg fix ist. „Sie haben starke Fahrten vorgelegt. Ich habe gewusst, wir haben schon gewonnen, das war das Allerwichtigste, und ich kann locker drauflosfahren.“ Auch der drittplatzierte Jonas Müller war „megaglücklich. Ich kenn mich gar nicht mehr aus. Wir haben so einen Teamzusammenhalt. Wenn Nico gewinnt, freuen sich alle. Es ist so schön, dass ich dabei sein darf bei einem Vierfachsieg.“

Schon am Samstag hatte das ÖRV-Team durch Selina Egle/Lara Kipp den ersten und auch olympischen Frauen-Doppelsitzer-Weltcupbewerb gewonnen und Madeleine Egle im Einsitzer ihren sechsten Weltcupsieg gefeiert. Im Männer-Doppelsitzer gab es durch Juri Gatt/Riccardo Schöpf vor Thomas Steu/Lorenz Koller und Yannick Müller/Armin Frauscher gar einen Triplesieg.

Bei der ausufernd anmutenden Zahl von insgesamt acht Bewerben räumten die Österreicher dann auch noch in den Sprintbewerben ab: Bei den Männern sicherten Yannick Müller/Armin Frauscher, die am Vortag hinter zwei österreichischen Schlitten im Doppelsitzerbewerb den Triple-Sieg geschafft hatten, den Sprint-Sieg. Und auch der nach dem Vierfach-Einsitzer-Sieg fast schon erwartete Einsitzer-Sprint-Triumph ging wieder an Österreich: Zum Abschluss des unglaublichen Wochenendes von Igls siegte Nico Gleirscher erneut vor Wolfgang Kindl.

„Wir freuen uns brutal, vor allem weil die ganze Familie und Freunde da sind.“

Gemeinsam mit Armin Frauscher (r.) holte sich der Bludenzer Yannick Müller im Doppelsitzer-Sprint den Sieg.GEPA
Gemeinsam mit Armin Frauscher (r.) holte sich der Bludenzer Yannick Müller im Doppelsitzer-Sprint den Sieg.GEPA
Im Doppelsitzer verpassten der Bludenzer Thomas Steu (r.) und Armin Frauscher nur knapp Platz eins.AP
Im Doppelsitzer verpassten der Bludenzer Thomas Steu (r.) und Armin Frauscher nur knapp Platz eins.AP

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