Start macht Hoffnung auf mehr

Sport / 05.12.2022 • 19:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Drei Stockerlplätze für die ÖSV-Damen in Lake Louise.

Lake Louise Drei Cowboy-Hüte haben sich Österreichs Skiläuferinnen beim verspäteten Speed-Auftakt in Lake Louise aufgesetzt. Damit werden im kanadischen Weltcup-Ort die Podestfahrerinnen belohnt, und Cornelia Hütter und Nina Ortlieb holten in der Gesamtschau zwei zweite Plätze und einen dritten Rang für den ÖSV. „Mit einem guten Gefühl, vor allem in der Abfahrt“, ging es laut Rennsportleiter Thomas Trinker daher zurück nach Europa. „Das macht Hoffnung auf mehr.“

Hütter und Ortlieb schrieben außergewöhnliche Geschichten. Hütter deswegen, weil sie sich nach Platz drei am Freitag in der Abfahrt einen Tag später nicht in der Lage für das nächste Rennen sah. Ein Anfall von Kopfschmerzen und Unwohlsein veranlassten die Steierin zu einem Startverzicht. 24 Stunden später fuhr die 30-Jährige einen beherzten Super-G und schwang nur zwei Hundertstelsekunden hinter Siegerin Corinne Suter ab.

Viele Opfer gebracht

Auftrieb und Unterstützung gab der Vater. „Es war bei meinen ersten Weltcup-Rennen 2011 da, und heuer war es eine Last-Minute-Entscheidung, dass er mitgeflogen ist“, berichtete Hütter. „Er hat schon viel mit mir mitgemacht, nicht nur auf der Skipiste.“

Ortlieb wiederum raste am Samstag zu Platz zwei in der Abfahrt. Wohlgemerkt in ihrem zweiten Weltcup-Rennen nach einer fatalen Knieverletzung, die sie sich im Jänner 2021 in Crans-Montana zugezogen hatte. „Sie hat zwei Jahre extrem hart gekämpft, hat unglaublich viele Opfer gebracht und hat den Anschuss geschafft. Sind wir froh, dass wir solche Ausnahmeathletinnen dabei haben“, sagte Trinker. Nur das Hundertstelglück habe gefehlt. „Wir sind schon da, um zu gewinnen, nicht um Zweiter und Dritter zu werden.“

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