Absage im Montafon schmerzt noch immer

Sport / 06.12.2022 • 20:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Absage im Montafon schmerzt noch immer

Die Vorfreude der Ländle-Athleten war riesig.

Schwarzach Da tut er sich schon schwer mit den immer mehr zu einem „Einheitsbrei“ verkommenden SBX-Strecken, da wurde auch noch der Heimweltcup mit zwei Rennen abgesagt. Und dann nagt noch der Saisonstart, der für die ÖSV-Snowboardcrosser gehörig in die Hosen gegangen ist. Und wirklich, Olympiasieger Alessandro Hämmerle hatte sich den Auftakt in die neue Saison etwas anders vorgestellt. „Es war immer das Highlight unseres Winters“, sagte der 29-jährige Gaschurner, auf die Absage im Montafon angesprochen. Natürlich verstehe er die Argumente des Veranstalters, doch für ihn als Sportler und für den Weltcuptross fühlt es sich an wie „ein Schlag in die Magengegend“. Zumal eben die Strecke am Hochjoch stets eine war, die den Fahrern und Fahrerinnen alles abverlangt hat. Nun bleibt also im Dezember nur noch das Rennen in Cervinia (16. Dezember) ehe Hämmerle und Co. über Weihnachten neue Kräfte sammeln können. Denn mit der Weltmeisterschaft im georgischen Bakuriani wartet erst Mitte Februar der nächste Saisonhöhepunkt für die Snowboardcrosser.

Dass man zudem zum Auftakt im französischen Les Deux Alpes mit Materialproblemen zu kämpfen hatte, nagte auch etwas am Selbstverständnis des Goldmedaillengewinners von Peking 2022. Und so hat er für diese Woche ein paar Krafteinheiten im Olympiazentrum Vorarlberg eingeschoben. Damit lässt sich nicht nur der Frustabbau beschleunigen, es wirkt zugleich wie ein neuer Motivationsschub. Dabei hatte man gerade im Vorfeld der Saison viel Zeit für Materialtests aufgewendet. „Es wird immer wichtiger“, so Hämmerle und versteht dies schon ein wenig als Seitenhieb auf die Streckenbauten. „Es geht nur noch um links, rechts fahren“, so der Montafoner, zu dessen Spezialität Sprünge und Steilkurven zählen. „Es ist nicht normal, dass du am Start vorlegst und klar in Führung liegst. Und dann entscheidet nur das Material und nicht mehr die fahrerischen Qualitäten. Aber das ist ein schwieriges Thema“, weiß er.

Es war ein schwieriger Auftakt, aus mehreren Gründen. Letztendlich ist unsere Mannschaft unter Wert geschlagen worden.

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