Das Sportgericht braucht Zeit

Sport / 06.12.2022 • 22:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die Anfechtung der Wahl von Skipräsident Johan Eliasch ergeht wohl schriftlich.

Lausanne Wie zu erwarten war, ist das Hearing vor dem Sportgerichtshof CAS in Lausanne vorerst ohne Resultat geblieben. Der Österreichische Skiverband ÖSV sowie die Verbände Deutschlands, der Schweiz und Kroatiens haben hinterfragt, ob die Wiederwahl von FIS-Präsident Johan Eliasch im vergangenen Mai rechtmäßig war. ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer berichtete der Austria Presse Agentur von einem fast zehnstündigen Hearing.

„Es war ein Meeting, das sehr lange gedauert hat, von 9.30 bis nach 19 Uhr. Grundsätzlich waren wir froh, dass wir die Gelegenheit hatten, unsere Sichtweise darzulegen“, erklärte Scherer. Es seien auch Experten des Schweizer Rechts seitens des CAS angehört worden. „Es wurde uns mitgeteilt, dass man sich bemühen wird, möglichst rasch einen Spruch zu fällen, aber wir gehen jedenfalls davon aus, dass es nicht noch in diesem Kalenderjahr erfolgen wird.“

Richter beraten

Der ÖSV, der wie Deutschland, die Schweiz und Kroatien durch einen gemeinsamen Rechtsanwalt vertreten wurde, habe nochmals auf die Dringlichkeit eines raschen Spruchs hingewiesen. „Das wäre aus unserer Sicht und im Interesse des gesamten Skisports und der FIS-Familie gut.“ Noch in dieser Woche soll es von dem Verhandlungsmarathon ein Transkript geben. „In weiterer Folge wird es dann Beratungen der CAS-Richter geben“, erklärte Scherer. Kein Resultat also, aber zumindest konnten beide Seiten ihre Sichtweisen „klar und deutlich darlegen“. Es wird wohl kein zweites Hearing mehr geben, Scherer rechnet „höchstwahrscheinlich“ mit einem schriftlichen Urteil.

Streit um die Stimmen

Das sportpolitisch brisante Hearing war das Resultat der Wiederwahl im vergangenen Mai in Mailand. Dort hatte es mit Eliasch zwar nur einen Kandidaten gegeben, doch man konnte nur für den Schweden oder gar nicht stimmen. Andernfalls waren die Stimmen ungültig. So ergab sich aus 70 gewerteten Stimmen ein 100-Prozent-Resultat für Eliasch. Anlass für den ÖSV und die anderen drei Verbände, die Rechtmäßigkeit dieser Wahl zu hinterfragen.

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