Pinkelnig führt Mixed-Team zum Sieg

Sport / 11.12.2022 • 21:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eva Pinkelnig (r.) jubelte mit Stefan Kraft über den Sieg im Mixed.APA
Eva Pinkelnig (r.) jubelte mit Stefan Kraft über den Sieg im Mixed.APA

Nach Rang sieben im Einzel verliert Pinkelnig Gelbes Trikot.

Titisee-Neustadt „Es war cool da“, bilanzierte Eva Pinkelnig die beiden Skisprung-Bewerbe in Titisee-Neustadt. Die Dornbirnerin musste im Schwarzwald zwar das Trikot der Weltcupführenden an die Deutsche Katharina Althaus abgeben, doch mit einem Sieg im Mixed-Team-Bewerb und Rang sieben im Einzelspringen zeigte sich Pinkelnig dennoch rundum zufrieden. „Ein Top-Ten-Platz im Weltcup ist immer gut“, sagte die 34-Jährige.

Gemeinsam mit Sara Marita Kramer sowie Stefan Kraft und Michael Hayböck hatte sie am Samstag den ersten ÖSV-Sieg in einem Mixed-Bewerb geholt. Das ÖSV-Quartett gewann mit 985,9 Punkten 26,7 Zähler vor Norwegen und 31,8 vor Deutschland. Pinkelnig hatte mit einer Weite von 135 Metern im zweiten Durchgang die Topweite aller Springerinnen aufgestellt und zählte damit auch im Einzelbewerb am Sonntag zu den Favoriten.

Doch im Einzelbewerb lief es nicht mehr nach Wunsch für die ÖSV-Springerinnen. Pinkelnig, nach dem ersten Durchgang Vierte, war als Siebente beste ÖSV-Athletin. Mit Chiara Kreuzer auf Platz neun kam nur eine Teamkollegin in die Top Ten. Enttäuschend ist der Bewerb für Weltcup-Titelverteidigerin Kramer verlaufen. Die 15-fache Weltcupsiegerin aus Salzburg musste mit dem 16. Rang vorliebnehmen. Schon nach dem ersten Durchgang hatte sie gerätselt und keine Erklärung für den 14. Zwischenrang gehabt. Der Sieg ging an Althaus, die ihre Halbzeitführung mit einem 137-m-Flug bestätigte.

Müdigkeit gespürt

Auf den Plätzen landeten die Norwegerin Silje Opseth und Ursa Bogataj (SLO) vor der neuerlich starken kanadischen Newcomerin Abigail Strate, deren erster Podestplatz im Weltcup wohl nur noch eine Frage der Zeit ist.

„Ich habe meinen Job nicht so gut gemacht auf der Schanze, ich habe die Technik nicht so umgesetzt, bin aber trotzdem in den Top Ten. Der Sieg im Teambewerb war der Hammer, jetzt bin ich ein bisserl müde“, gestand Pinkelnig. Die Dornbirnerin verpasste damit im fünften Einzelbewerb der Saison erstmals das Podest. Im Gesamtweltcup entwickelt sich ein Dreikampf zwischen Althaus (340 Punkte), Pinkelnig (336) und Opseth (327).

Auf die Skisprung-Frauen wartet nun eine längere Pause, ehe sie sich nach Weihnachten in einer Art kleiner Tournee schon auf die Tournee-Premiere 2023/24 einstimmen können. Am 28./29. Dezember geht es in Villach, am 31. Dezember und 1. Jänner in Ljubno (SLO) in vier Normalschanzenbewerben um Weltcup-Punkte. An der Frauen-Premiere der Vierschanzen-Tournee nach Vorbild der Traditionsveranstaltung der Männer wird gerade gearbeitet. Sie wird auch in Österreich und Deutschland stattfinden.

„Platz sieben ist der schlechteste Platz in der Weltcupsaison. Darüber kann ich mich nicht beklagen.“

Der Sieg im Mixed-Bewerb war der insgesamt siebente Weltcuperfolg von Eva Pinkelnig. Vier gelangen der 34-Jährigen in Einzelbewerben.APA
Der Sieg im Mixed-Bewerb war der insgesamt siebente Weltcuperfolg von Eva Pinkelnig. Vier gelangen der 34-Jährigen in Einzelbewerben.APA

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