„Messi kannte unsere Namen“

Sport / 12.12.2022 • 21:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
2014 unterstützte Jauregui Superstar Messi bei der WM in Brasilien (oben). Heute spielt er in Dornbirn (r.)Instagram, Gepa
2014 unterstützte Jauregui Superstar Messi bei der WM in Brasilien (oben). Heute spielt er in Dornbirn (r.)Instagram, Gepa

FC-Dornbirn-Kapitän Ignacio Jauregui drückt heute Lionel Messi die Daumen.

Buenos Aires „Es kribbelt schon ein bisschen. Auf der Straße in Buenos Aires sieht man zahlreiche Fans mit Fahnen und noch viel mehr mit Trikots – vor allem von Messi“, erzählt Ignacio Jauregui. Der Kapitän des FC Mohren Dornbirn ist gestern vom europäischen Winter nach Argentinien gereist, um die Feiertage in seiner Heimat zu verbringen; und natürlich um dem argentinischen Nationalteam bei der WM die Daumen zu drücken. Alle bisherigen Spiele hat er noch in Dornbirn, wo die Rothosen bis zum vergangenen Freitag trainiert hatten, angeschaut. Heute wird er im Kreise seiner großen Familie beim Halbfinale gegen Kroatien mitfiebern. „Ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft, aber es wird sehr schwierig. Man hat gesehen, dass jeder gegen jeden gewinnen kann. Kroatien ist eine starke Mannschaft, das haben sie gegen Brasilien gezeigt“, warnt der 27-Jährige. Allerdings macht ihn die Euphorie in Argentinien zuversichtlich: „Das gesamte Land ist sehr motiviert und hofft, dass wir gewinnen.“ Für Südamerika findet zum ersten Mal eine Weltmeisterschaft im Sommer statt, das sorgt für noch bessere Stimmung im Vergleich zu den vergangenen Turnieren. Und die ganze Nation fiebert vor allem mit Lionel Messi mit. „Ihm würde jeder den WM-Titel gönnen. Es ist der einzige Titel, der ihm fehlt“, ist sich Jauregui sicher.

Der Profi des FC Dornbirn kennt Messi persönlich. Bei der WM 2014 in Brasilien hatte der damalige Nationaltrainer Alejandro Sabella einige argentinische U21-Nationalspieler – darunter den aufstrebenden Jauregui – gebeten, mit ins Trainingslager zu fahren. Die Juniorennationalspieler dienten dem späteren WM-Finalisten in den drei Wochen vor und während des Turniers als Sparringpartner. „Messi ist ein eher ruhiger, aber sehr positiver Typ. Damals kannte er schon nach dem ersten Tag den Namen von jedem U21-Spieler. Er hat sich mehrfach erkundigt, ob wir etwas brauchen und wie es uns geht. Messi spricht nicht viel, aber wenn er etwas sagt, ist das für uns Argentinier etwas sehr Wichtiges“, erinnert sich der zentrale Mittelfeldspieler. Nur einer steht für ihn auf derselben Stufe wie Messi: Diego Maradona, der Argentinien 1986 zum bislang letzten argentinischen WM-Titel geführt hat. „Ich liebe beide. Für mich sind beide großartig und ich will mich für keinen entscheiden, Ich bin glücklich, dass beide Argentinier sind“, schwärmt der 27-Jährige.

Neuer Kapitän

Jauregui hat zwei Länderspiele für das argentinische U20-Nationalteam bestritten. 2018 wechselte der Linksfuß erstmals nach Europa zur WSG Wattens. Nach einem Zwischenstopp in Spanien unterschrieb der Argentinier im vergangenen Sommer bei den Rothosen. Trainer Thomas Janeschitz übertrug dem Neuzugang gleich das Kapitänsamt. Allerdings verpasste der Führungsspieler aufgrund von Verletzungen einen Großteil der Herbstsaison. VN-EMJ

„Messi spricht nicht viel. Aber wenn er etwas sagt, ist es für uns Argentinier etwas Wichtiges.

„Messi kannte unsere Namen“

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