Ein Quartett tauscht Weihnachten mit der WM

Sport / 15.12.2022 • 23:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Verteidiger Aaron Summer steht bei der A-WM vor der Premiere im U-20-Nationalteam. stiplovsek
Verteidiger Aaron Summer steht bei der A-WM vor der Premiere im U-20-Nationalteam. stiplovsek

Nationalteam-Mission von Erne, Reinbacher, Rohrer und Summer.

Schwarzach Mit vier Eishockeycracks aus Vorarlberg startet das österreichische Junioren-Nationalteam die Vorbereitung auf die U-20-Weltmeisterschaft ab 26. Dezember in Halifax. Für Luca Erne, David Reinbacher, Vinzenz Rohrer und Aron Summer geht es mit der rot-weiß-roten Auswahl um den Klassenerhalt unter den Top-zehn-Nationen – der einen Sieg voraussetzt. Entweder in der Gruppenphase, damit wäre die Teilnahme am Viertelfinale erreicht, oder durch einen Erfolg in der Relegation im Best-of-three-Modus.
Erne und Summer hoben gestern von Wien in Richtung Kanada ab, Reinbacher flog ab Kloten. Die kürzeste Anreise hatte Rohrer, der in Ottawa nach Halifax übersiedelte. Dort traf er mit dem Rest der Mannschaft zusammen, die für die nächsten Tage in Antigonish das Trainingslager aufschlagen wird.
Während Erne, Reinbacher und Rohrer beim abgebrochenen Turnier vor einem Jahr in Edmonton WM-Luft schnuppern durften beschreitet Summer Neuland. „Ich bin sehr gespannt, ich denke, das wird eine lässige Erfahrung“, sagt der Pioneers-Verteidiger. „Es ist ein bisschen schade, dass man zu Weihnachten nicht zu Hause ist, dafür ergeben sich im Eishockey neue Einblicke. Wir haben eine tolle Truppe, werden Spaß haben. Ich kenne ein paar Kollegen bereits von der U-18-WM aus dem letzten Jahr.“
Luca Erne erinnert sich gerne an die WM 2021 zurück. „Ich freue mich auf das Turnier“, sagt der Stürmer, der von Pioneers-Coach Marc Habscheid aus der Verteidigung an die vordere Front gezogen wurde. „Es war eine coole Erfahrung im vergangenen Jahr. Ich hoffe, wir können heuer zeigen, dass wir in die A-Gruppe gehören.“
Auf besonderes Interesse wird David Reinbacher in Kanada stoßen. Der Kloten-Abwehrcrack zog in den vergangenen Wochen das Interesse der Talentespäher aus der National Hockey League auf sich, wird in einem Draft-Raster bereits als Nummer acht geführt. „Ich habe mich daran gewöhnt, dass ich beobachtet werde“, ist die Situation für den Lustenauer nichts Besonderes. „Auch wenn es in Halifax noch ein paar mehr sind: Ich werde bei der WM wie in Kloten versuchen, meine Leistung abzurufen.“
Als Einheit auftreten
Rohrer ist der einzige österreichische WM-Spieler der bereits – von den Montreal Canadiens – gedraftet ist. „Wir müssen als Einheit auftreten, die keine Angst hat“, nennt der Stürmer der Ottawa 67‘s wichtige Faktoren, um in der A-Gruppe zu bleiben. „Natürlich sind wir die Underdogs. Aber das bedeutet nicht, dass wir zurücksitzen und zuschauen sollten, wie uns die großen Nationen um die Ohren fahren.“
Auf jeden Fall bekommt Rohrer eine „Marscherleichterung“: Nachdem der Rankweiler nach einer Gesichtsverletztung zu Saisonbeginn in der Liga mit Vollvisierhelm spielen musste, darf er beim WM-Turnier erstmals wieder auf einen normalen Kopfschutz zurückgreifen.

Schnupperten schon 2021 A-WM-Luft: David Reinbacher, Vinzenz Rohrer und Luca Erne.
Schnupperten schon 2021 A-WM-Luft: David Reinbacher, Vinzenz Rohrer und Luca Erne.

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