Für Befürworter der Super League wird es schwer

Sport / 15.12.2022 • 17:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

EuGH-Gutachten stärkt Europas Fußballverband.

Luxemburg Ein Gutachten des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) stärkt die Position der UEFA und der FIFA im Kampf gegen eine Super League. Die Super League dürfte zwar ihre eigene Fußball-Liga starten, könne dann aber nicht mehr parallel bei den Wettbewerben des Weltverbandes und der Europäischen Fußball Union wie etwa der Champions League – ohne der Erlaubnis der beiden Verbände – teilnehmen. Diese Ansicht vertrat der Generalanwalt Athanasios Rantos in seinen Schlussanträgen. Die Regeln der UEFA und der FIFA verstoßen demnach nicht gegen das Wettbewerbsrecht der Europäischen Union. Die UEFA begrüßte das Gutachten und sah darin die Unterstützung, „um den Fußball in ganz Europa zu entwickeln“. Dies sei ein „ermutigender Schritt“ auf dem Weg, die bestehende „dynamische und demokratische“ Struktur zu erhalten. „Die Meinung stärkt die zentrale Rolle der Verbände beim Schutz des Sports, dem Bewahren fundamentaler Prinzipien von sportlichen Erfolgen und dem offenen Zugang für ihre Mitglieder“, teilte die UEFA mit. Die FIFA sah sich in ihrer Position ebenfalls bestätigt und betonte, dass die besondere Natur des Sports basierend auf sportlichen Erfolgen anerkannt worden sei. Auch die Europäische Club-Vereinigung ECA nahm das Gutachten positiv auf. Der Verbund von knapp 250 Vereinen bekräftigte seine „starke Opposition“ gegen die wenigen, die den europäischen Clubfußball stören und dessen Werte untergraben wollen würden.

Die Macher der Super League setzen hingegen auch nach dem Rückschlag auf ein für sie positives Urteil im kommenden Jahr. Das Gutachten sei „ein Schritt in einem laufenden Verfahren“, sagte Bernd Reichart, Chef von A22 Sports Management, das die Super League unterstützt. Rantos habe deutlich gemacht, dass die UEFA eine monopolistische Position habe, mit der große Verantwortung einhergehe, anderen Akteuren das freie Agieren im Markt zu ermöglichen. „Wir glauben, dass die 15 Richter der Großen Kammer substanziell weiter gehen und die Möglichkeit für Clubs schaffen, ihr eigenes Schicksal in Europa zu managen.“

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