Hämmerle von Freund zu Sturz gebracht

Sport / 18.12.2022 • 19:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Alessandro Hämmerle wurde in Cervinia unsanft gestoppt.

Cervinia Einen Tag nach dem ÖSV-Doppelsieg in Cervinia durch Alessandro Hämmerle und Jakob Dusek lief für die österreichischen Snowboardcrosser am Fuße des Matterhorns nichts mehr nach Wunsch. Hämmerle hatte gemeinsam mit seinem Bruder Luca Hämmerle mühelos das Achtelfinale überstanden, im Viertelfinale warteten der Franzose Loan Bozzolo und Lucas Eguibar aus Spanien auf die beiden Montafoner.

Während sich Bozzolo an der Spitze absetzte, belegte Alessandro Hämmerle bis zur vorletzten Kurve souverän den zweiten Platz, der zum Aufstieg ins Halbfinale berechtigt. Doch dann nahm Eguibar volles Risiko, schnitt vom letzten Rang innen an Luca Hämmerle vorbei und touchierte Alessandro Hämmerle seitlich. Der Sieger von Freitag hatte diesen Kontakt nicht kommen sehen und kam zu Sturz. Es war das Aus der beiden Hämmerles im Viertelfinale. „Es darf nicht sein, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Ich werde einfach über den Haufen gefahren – und das übrigens nicht zum ersten Mal –, und es passiert nichts. Andere Aktionen werden dafür viel strenger geahndet. Das regt mich auf und das muss auch einmal klar angesprochen werden. Es geht hier um den Weltcup und um viele Punkte, da muss bei den Sanktionen eine klare Linie her. Ich wäre heute nach dem Sturz zwar nicht mehr weitergekommen, aber ich ärgere mich sehr darüber, wie unterschiedlich hier in den beiden Rennen die Entscheidungen getroffen worden sind“, machte Alessandro Hämmerle, der nun in der Gesamtwertung auf Rang vier liegt, seinem Ärger Luft. Mit Eguibar war ausgrechnet Hämmerles bester Freund im Weltcup Auslöser für den Sturz, der Spanier hat den Olympiasieger bereits mehrfach im Montafon besucht.

Der Tagessieg ging an Bozzolo, Jakob Dusek wurde als bester ÖSV-Läufer Fünfter. Der Weltcup der Snowboardcrosser pausiert nun bis zum 27. Jänner, dann geht es erneut in Cortina weiter.

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