In Oberstdorf beginnt die Jagd auf den großen Favoriten

Sport / 27.12.2022 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Pole Dawid Kubacki gilt als der große Tourneefavorit.ap
Der Pole Dawid Kubacki gilt als der große Tourneefavorit.ap

Dawid Kubacki ist Favorit für die Vierschanzentournee.

Oberstdorf Mit Weltmeister Stefan Kraft und Team-Olympiasieger Manuel Fettner greifen auch zwei ÖSV-Adler beim traditionellen Schanzen-Spektakel nach dem begehrten Goldadler. Die VN haben alle Fragen und Antworten rund um die 71. Ausgabe der Vierschanzentournee zusammengetragen.

Wer sind die Favoriten auf den Gesamtsieg? Der Topfavorit kommt heuer aus Polen. Dawid Kubacki hat gute Chancen, seinen Tournee-Triumph von 2019/20 zu wiederholen. Der 32-Jährige, vom Österreicher Thomas Thurnbichler trainiert, gewann in dieser Saison vier von acht Bewerben und führt im Gesamtweltcup. Auch mit dem Slowenen Anze Lanisek, dreimaliger Saisonsieger und zuletzt viermal am Podium, ist zu rechnen. Die weiteren Mitfavoriten sind neben Kraft auch Halvor Egner Granerud (Norwegen), Piotr Zyla (Polen) und Karl Geiger (Deutschland). Vorjahressieger Ryoyu Kobayashi (Japan) springt unterdessen seiner Form hinterher.

Die Chancen der Österreicher? Kraft gewann in Kuusamo bereits einen Bewerb und fährt auch deshalb mit „breiter Brust“ zur Tournee. Fettner sprang bei der Generalprobe in Engelberg kurz vor Weihnachten auf Platz zwei, es war das beste Weltcupergebnis des 37-jährigen Tirolers in einem Einzelspringen. Die weiteren ÖSV-Adler um Michael Hayböck, Philipp Aschenwald, Jan Hörl oder Daniel Tschofenig gehören zu den Außenseitern. Clemens Leitner fixierte seinen Platz im Aufgebot über den Continental-Cup.

Was gibt es zu gewinnen – neben dem schmucken Goldadler? Vor der vergangenen Ausgabe der Vierschanzentournee war das Preisgeld erheblich erhöht worden. Auch heuer darf sich der Gesamtsieger über eine Prämie von 100.000 Schweizer Franken (etwa 101.400 Euro) freuen. Für den Sieg in der Qualifikation am Vortag des Wettkampfes gibt es 3000 Franken. Außerdem erhält der Triumphator als Trophäe einen goldenen Adler. Insgesamt werden 400.000 Franken (404.000 Euro) ausgeschüttet.

Nach welchem Modus wird der Tourneesieger ermittelt? Die Punkte aller acht Wettkampf-Durchgänge werden addiert, der Springer mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt. Ungewöhnlich ist nur die Startreihenfolge im Wettkampf: Anders als im Weltcup springen die Athleten nicht in der umgekehrten Reihenfolge des Qualifikations-Ergebnisses die besten 30 für den zweiten Durchgang aus, sondern in K.o.-Duellen: Der Beste trifft auf den 50., der Zweite auf den 49. – usw. Die 25 Sieger der Duelle plus fünf beste Zweite erreichen das Finale.

Gibt es schon eine Tournee für die Frauen? Auch heuer wird es keine Vierschanzentournee für Frauen geben. Diese werde nicht vor 2024/25 stattfinden, hatte ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober zuletzt gesagt. Es gebe derzeit „noch viele zu berücksichtigende Faktoren, die eine frühere Einführung nicht ermöglichen“. Stattdessen gibt es für die ÖSV-Asse um Eva Pinkelnig wieder ein „Silvester- Tournament“ mit vier Bewerben.

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