Dritter Anlauf, dritter Ausfall

Sport / 04.01.2023 • 21:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Enttäuschung pur: Johannes Strolz hat es in der aktuellen Weltcupsaison im Slalom in drei Rennen noch nicht ins Ziel geschafft.gepa
Enttäuschung pur: Johannes Strolz hat es in der aktuellen Weltcupsaison im Slalom in drei Rennen noch nicht ins Ziel geschafft.gepa

Johannes Strolz scheidet auch im Slalom von Garmisch aus. Kristoffersen als Sieger.

Garmisch-Partenkirchen Vorarlbergs Doppel-Olympiasieger Johannes Strolz ist in der Saison 2022/23 im Weltcup alles andere als erfolgreich. In seiner Paradedisziplin Slalom fährt der 30-Jährige bislang ohne Glück. So wie in Val d‘Isere oder in Madonna di Campiglio schied Strolz auch in Garmisch-Partenkirchen aus. In den drei Bewerben schaffte es der Warther nur in Italien in den zweiten Durchgang. Dort wurde ihm eine lose Torstange, auf der er mit guter Zwischenzeit Richtung Ziel ausrutschte, zum Verhängnis. Sowohl in Frankreich als gestern in Deutschland war schon im ersten Durchgang Endstation.

Fehlerhafte Haltung

Den Grund für den Ausfall in Garmisch fand Strolz in seiner fehlerhaften Haltung auf dem Ski. „Ich bin gut reingestartet, dann habe ich aber begonnen, zu viel auf die Ferse zu schieben. Daraus bin ich dann nicht mehr herausgekommen. Nach einem kleinen Schnapper von einer Welle auf der Piste bin ich mit dem Schwerpunkt zu weit nach innen gekommen“, analysiert Strolz, der attestiert, „dass es sehr zäh ist aktuell. Das dritte Rennen, das dritte Mal null Punkte – das tut natürlich brutal weh.“ Dennoch sieht der Warther ein Licht am Ende des Tunnels. Denn am Sonntag steht der Slalom in Adelboden an. Auf Schweizer Boden konnte Strolz vor auf den Tag fast genau einem Jahr seinen ersten Weltcupsieg einfahren. „Ich werde dort wieder voll angreifen.“

Kristoffersen vor Feller

Henrik Kristoffersen hat souverän den erstmals ausgetragenen Flutlicht-Slalom von Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Der Norweger setzte sich mit dem gewaltigen Vorsprung von 1,22 Sekunden vor dem Tiroler Manuel Feller durch, profitierte allerdings von seiner Startnummer eins. Der 29. Sieg von Kristoffersen war der erste, den er mit der Skimarke Van Deer-Red Bull Sports von Marcel Hirscher einfuhr. Dritter war der Franzose Clement Noel.

Fabio Gstrein schaffte es als Neunter ebenfalls unter die ersten Zehn, die übrigen Österreicher blieben bei fast frühlingshaften Bedingungen und einer entsprechenden Piste unter ihren Möglichkeiten. Michael Matt belegte den 16. Rang, Marco Schwarz wurde nach einem Fehler im zweiten Durchgang nur 23. Vizeweltmeister Adrian Pertl schied wie der Olympia-Zweite Strolz aus.

„Zäh, das dritte Rennen, das dritte Mal null Punkte. Das tut natürlich brutal weh.“

Ski-Weltcup

Herrenslalom Garmisch-Partenkirchen

1. Henrik Kristoffersen (NOR) 1:48,37  52,84 55,53

2. Manuel Feller (AUT)  1:49,59 +1,22 54,17 55,42

3. Clement Noel (FRA) 1:49,83 +1,46 53,77 56,06

4. Daniel Yule (SUI) 1:50,08 +1,71 54,34 55,74

5. Stefano Gross (ITA) 1:50,16 +1,79 56,83 53,33

6. Tommaso Sala (ITA) 1:50,20 +1,83 54,94 55,26

7. Marc Rochat (SUI) 1:50,23 +1,86 56,37 53,86

8. Loic Meillard (SUI) 1:50,33 +1,96 54,34 55,99

9. Fabio Gstrein (AUT) 1:50,35 +1,98  54,84 55,51

10. Alexander Steen Olsen (NOR) 1:50,40  +2,03 57,03 53,37

11. Luke Winters (USA) 1:50,41 +2,04 56,32 54,09

12. Ramon Zenhäusern (SUI) 1:50,46 +2,09 55,08 55,38

13. Alexis Pinturault (FRA) 1:50,61 +2,24 55,59 55,02

14. Erik Read (CAN) 1:50,62 +2,25 56,15 54,47

15. Filip Zubcic (CRO) 1:50,67 +2,30 56,89 53,78

16. Michael Matt (AUT) 1:50,73 +2,36 55,87 54,86

23. Marco Schwarz (AUT) 1:51,44 +3,07 55,39 56,05

Ausgeschieden 1. Durchgang: Johannes Strolz (AUT), Alex Vinatzer (ITA), Giuliano Razzoli (ITA)

Ausgeschieden 2. Durchgang: Adrian Pertl (AUT), Sebastian Foss-Solevaag (NOR), Kristoffer Jakobsen (SWE), Linus Straßer (GER)

Herren, Gesamt (15)

1. Marco Odermatt (SUI) 946

2. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 617

3. Henrik Kristoffersen (NOR) 485

4. Vincent Kriechmayr (AUT)   432

5. Lucas Braathen (NOR)   365

6. Alexis Pinturault (FRA)   335

7. Manuel Feller (AUT)   320

8. James Crawford (CAN)   317

9. Loic Meillard (SUI)   288

10. Matthias Mayer (AUT)   268

11. Zan Kranjec (SLO)   245

12. Daniel Hemetsberger (AUT)   216

13. Marco Schwarz (AUT)   212

32. Otmar Striedinger (AUT)   87

34. Raphael Haaser (AUT)   85

35. Fabio Gstrein (AUT)   83

41. Stefan Brennsteiner (AUT)   71

69. Patrick Feurstein (AUT)   37

72. Adrian Pertl (AUT)   35

133. Lukas Feurstein (AUT)   4

Herren, Slalom (3)

1. Henrik Kristoffersen (NOR) 220

2. Manuel Feller (AUT) 205

3. Daniel Yule (SUI) 186

4. Lucas Braathen (NOR) 150

8. Fabio Gstrein (AUT)  83

10. Marco Schwarz (AUT) 77

21. Adrian Pertl (AUT) 35

24. Michael Matt (AUT)  29

Herren, Mannschaft (15)

 1. Schweiz 2389

2. Österreich 1998

 3. Norwegen 1923

Nationencup (31)

 1. Schweiz 4541

 2. Österreich 3667

 3. Norwegen 2653

 4. Italien  2289

5. USA 1914

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