Graneruds Serie reißt am Bergisel

Sport / 04.01.2023 • 21:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Kubacki gewinnt drittes Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck.

Innsbruck Der Pole Dawid Kubacki hat den bisher die Vierschanzentournee dominierenden Halvor Egner Granerud knapp besiegt. Der Pole gewann das Bergiselspringen vor dem Norweger, der seinen komfortablen Vorsprung in der Tournee-Gesamtwertung wahrte. Granerud geht mit einem Polster von 23,3 Punkten in das abschließende Dreikönigsspringen am Freitag (16.30 Uhr/live ORF 1) in Bischofs­hofen. Als bester Österreicher landete Stefan Kraft auf Rang vier.

Tourneesieg zum Greifen nah

Granerud lag nach den Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen 26,8 Punkte vor Kubacki und behielt dank eines starken zweiten Sprungs fast den gesamten, großen Vorsprung. Der 26-Jährige sprang mit der Tageshöchstweite von 133 Metern von Platz sechs auf Rang zwei vor und hat nun ausgezeichnete Chancen, als erster Norweger seit Anders Jacobsen 2006/07 die Tournee zu gewinnen.

Als Team stark

Die Österreicher zeigten vor 18.700 Fans und bei milden Temperaturen von sieben Grad wie schon beim Neujahrsspringen mannschaftlich eine starke Leistung. Kraft landete mit 10,2 Punkten Rückstand hinter dem Slowenen Anze Lanisek, der in der Gesamtwertung Dritter ist, als bester ÖSV-Adler auf Rang vier. „Ich kenn das schon ganz gut, bin zum dritten oder vierten Mal hier Vierter. Bei dem Publikum ist das natürlich saublöd, aber die Sprünge waren super, ich bin voll happy mit meiner Leistung, das war tipp-top. Zwei, drei Punkte aufs Stockerl, das ist natürlich schade, ich wäre schon gerne oben gestanden. Aber die ersten drei sind sehr, sehr stark“, sagte Kraft im ORF-Interview. Auch Michael Hayböck (7.), Daniel Tschofenig (8.) und Jan Hörl (9.) landeten in den Top Ten. „Insgesamt bin ich zufrieden, waren es zwei coole Sprünge. Es war eine extreme Steigerung gegenüber gestern und dem Probedurchgang“, erklärte Hayböck. „Mit dem neunten Platz kann ich sehr zufrieden sein. Ich will in Bischofshofen locker drauflos springen“, war auch Hörl zufrieden. Kraft ist in der Gesamtwertung als Sechster bester ÖSV-Springer vor Tschofenig (7.), Hayböck (9.), Manuel Fettner (11.), der in Innsbruck auf Rang 15 landete, und Hörl (12.). Die Chancen auf einen Stockerlplatz in der Gesamtwertung sind allerdings gering, auf den drittplatzierten Lanisek fehlen Kraft schon rund 27 Punkte.

„Bei dem tollen Publikum ist Platz vier halt blöd, aber meine Sprünge waren super.“

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