Der Verband muss über die Bücher

Sport / 06.01.2023 • 22:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Österreichs Beste beim WM-Turnier: David Reinbacher, Ian Scherzer, Vinzenz Rohrer.t v
Österreichs Beste beim WM-Turnier: David Reinbacher, Ian Scherzer, Vinzenz Rohrer.t v

U-20 kämpfte tapfer, für den Klassenerhalt reichte es nicht.

Schwarzach Für Österreichs Eishockey-Junioren geht es nach dem verlorenen Abstiegsduell gegen Lettland (2:5, 2:4) in der A-WM-Gruppe im Dezember in der Division 1A weiter. Die Gegner heißen dann Frankreich, Kasachstan, Dänemark, Japan und Ungarn. Nach drei kompletten und einer abgebrochenen WM mit 16 Spielen ohne Sieg war der Abstieg beim Kanada-Turnier nicht wirklich eine Überraschung. Für den Verband und die Vereine heißt das: Man muss über die Bücher. „Was man sagen kann, ist, dass wir wieder viel gelernt haben“, meinte Sportdirektor Roger Bader. „Wichtig ist jetzt, was man daraus macht. Die Spieler haben gesehen, wie gut man in diesem Alter sein kann.“ Österreich stellte mit 18,3 Jahren die zweitjüngste Mannschaft hinter der Slowakei (18,29) und mit 81 Kilo die leichteste Auswahl.

Klassenerhalt war möglich

Der Verbleib im A-Pool wäre durchaus möglich gewesen. Im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland tat es weh, dass Marco Kasper nicht im Aufgebot gestanden ist. Der Stürmer in Diensten von Rögle hätte in dieser Partie den Unterschied ausmachen können. Seine Absenz wird der Eishockeyverband nochmals erklären müssen. Vor allem mit dem Hintergrund, dass Marco Rossi vom ÖEHV unermüdlich bearbeitet wurde um an der U-20-WM 2020 teilzunehmen. Warum etwa der Feldkircher Timo Sticha, in der vergangenen Saison nach dem Salzburger Luca Auer zweitbester Scorer seines Jahrgangs in der AHL nicht aufgeboten wurde, darf hinterfragt werden. Das Trainer-Karussell in den vergangenen Jahren mit Bader, Marco Pewal, Philipp Pinter und Kirk Furey war dem Unternehmen wohl auch nicht dienlich.

Dem Vorarlberger Quartett gehörten bei der WM tragende Rollen. Kapitän Vinzenz Rohrer (ein Tor, zwei Vorlagen) kam in fünf Spielen auf 117:24 Eiszeit, David Reinbacher (zwei Assists) auf 108:50 Minuten. Auch Luca Erne (108:29) und Aron Summer (86:32), die sechs Partien absolvierten, gehörten zu den Schwerarbeitern. VN-KO

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