Heute Dornbirn, morgen Los Angeles

Sport / 06.01.2023 • 20:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bettina Plank (r.) und Hanna Devigili. <span class="copyright">Philipp Steurer</span>
Bettina Plank (r.) und Hanna Devigili. Philipp Steurer

Vorarlbergs erfolgreiche Karatekämpfer starten zu Hause in die neue Saison und hoffen auf Olympia.

Es hat schon Tradition, dass die Saison zahlreicher Karateka im Olympiazentrum Vorarlberg mit dem ersten Trainingslager der Saison beginnt. Rund 80 Athleten aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Slowenien, Kroatien, Moldawien und der Ukraine nahmen am Winterlager teil, darunter auch die gesamte Vorarlberger Elite, angeführt von Olympia-Medaillengewinnerin Bettina Plank. „Über die Weihnachtsfeiertage habe ich mich mit Einzeltraining fit gehalten: Ausdauerläufe, Kraft- und Koordinationstraining auf der Terrasse. Jetzt ist endlich wieder Karatetraining mit Sparringpartnern angesagt“, sagt die 30-Jährige. Mit der elf Jahre jüngeren Hanna Devigili hat Plank auch in Vorarlberg endlich eine Trainingspartnerin, die nicht mehr weit vom Niveau der Weltklasseathletin entfernt ist. Saisonhöhepunkt für Plank werden die European Games Ende Juni in Polen, bei denen sie ihren Titel von 2019 verteidigen will. Die erste Herausforderung wird für Plank die Premier League in Kairo Ende Jänner. „Ich will topvorbereitet zur Premier League kommen, um dort einen guten Wettkampf abzuliefern“, sagt Plank.

Bettina Plank hat auch 2023 viel vor. <span class="copyright">Steurer</span>
Bettina Plank hat auch 2023 viel vor. Steurer

Olympia-Entscheidung 2028

Für die restlichen Vorarlberger Karateka startet die Turniersaison sogar noch früher. Bereits an diesem Wochenende nahm eine 19-köpfige Vorarlberger Delegation der U6- bis U14-Klasse am Rhein Shiai am Nürburgring teil. Nächstes Wochenende reisen Hanna Devigili, Hamsat Israilov, Yannick Böhler und Adrian Nigsch zum Serie-A-Turnier in Athen. Auf diese junge Garde wartet eine wichtige Saison, will sie sich doch in den kommenden Monaten in den U21 und Erwachsenenklassen etablieren. „Was wir jetzt sehen, ist das Ergebnis unserer jahrelangen Aufbauarbeit“, freut sich Karate-Vorarlberg-Geschäftsführer und Sportdirektor Gerhard Grafoner.
Eine folgenreiche Entscheidung – auch für die jungen Vorarlberger Sportler – steht im März an. Dann wird das IOC verlautbaren, ob Karate bei den Spielen in Los Angeles 2028 wieder ins Olympische Programm zurückkehrt. Bei Olympia 2024 in Paris muss Karate bekanntermaßen zuschauen. Unabhängig davon boomt der Sport weiterhin. Die heimischen Vereine können sich über Nachwuchsmangel nicht beklagen, Karate Vorarlberg ist innerhalb der österreichischen Organisation beispiellos erfolgreich. Davon zeugen die 46 Gold-, 61 Silber- und 81 Bronzemedaillen, welche Vorarlbergs Karateka im Vorjahr gewinnen konnten. Eine Art Leistungsschau gibt es am bei Austrian Karate Championscup 2023, der nach zwei Jahren Coronapause in der Harder Sporthalle am See (21. Jänner 2023) ausgetragen wird.

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