Warum Marc Girardelli beim Weißen Ring mehr als nur ein guter Coach ist

Sport / 11.01.2023 • 19:40 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Der Meister zeigt vor, wie man die perfekten Schwünge in den Schnee setzt. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Der Meister zeigt vor, wie man die perfekten Schwünge in den Schnee setzt. VN/Steurer

Coach, Kumpel, Entertainer: Wohl dem, der Marc Girardelli als Leader einer Gruppe hat.

Lech Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, als der Champion bei der Talstation Rüfikopf vor Clemens, Linus, Katarina, Ferdinand, Sarah, Gerhard und Benjamin tritt.

Ab 9 Uhr war das VN-Team mit Marc Giradelli unterwegs. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Ab 9 Uhr war das VN-Team mit Marc Giradelli unterwegs. VN/Steurer

“Grüß euch alle. Wir dürfen uns auf einen wunderbaren Skitag freuen. Ich jedenfalls freue mich jetzt schon”, spricht Marc Girardelli zu den Mitgliedern des VN-Teams, das am Samstag in einer Woche das größte Volksskirennen Europas in Angriff nehmen wird. Gespannt lauschen alle dem Meister, ehe es mit der Gondel nach oben geht.

Der schönste Skitag

Oben wartet eine wunderbare Kulisse auf die Gruppe. Überall frischer Schnee, einladende Hänge und ein bestens gelaunter Leader: “Das ist der schönste Skitag dieses Winters. Und wir dürfen heute hier sein und skifahren. Ist das nicht herrlich?”

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Marc Girardelli kann’s mit den Leuten. Er, den man in seiner Glanzzeit im Umgang mit der Öffentlichkeit oft auch als kauzig und schmallippig kannte, ist ein Meister der Kommunikation. Clemens, Gerhard, Linus, Ferdinand, Sarah Katharina und Benjamin sind begeistert. Schade, dass Lukas, das achte Teammitglied, nicht dabei ist.

Gesellig und bei bester Laune. So präsentierte sich Marc Girardelli beim Trainingstag für das VN-Team für den Weißen Ring. <span class="copyright">VN/Adam</span>
Gesellig und bei bester Laune. So präsentierte sich Marc Girardelli beim Trainingstag für das VN-Team für den Weißen Ring. VN/Adam
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Spaß und Ernst

Der ehedem beste Skirennläufer der Welt fährt mit der Gruppe die Strecke des Weißen Ringes ab. Akribische Anleitungen zur richtigen Fahrweise an neuralgisch wichtigen Stellen wechseln mit Albern und aufmunternden Worten für die Mitglieder der Gruppe. Eindringlich warnt Marc das VN-Team vor Leichtfertigkeit im Mahdloch, erklärt im Detail, warum eine Kurve nahe der Talstation Hexenboden auf keinen Fall zu spitz angefahren werden darf.

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“Es macht mir Spaß, mit Menschen beim Skifahren zusammen zu sein”, erklärt der fünffache Weltcup-Gesamtsieger während des Einkehrschwungs, wo viele Fragen auf ihn einprasseln.

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Marcs Mammutprogramm

Dabei müsste Girardelli eigentlich todmüde sein. Am Montag war er noch beim Charity Race zu Ehren von Hermann Maier in Flachau. Dort fuhr er gemeinsam mit TV-Beauty Silvia Schneider und gewann den Bewerb vor all den anderen Promipaaren. Es ging darum, dass ein Partner die Zeit des anderen voraussagen sollte. Der 59-jährige Lustenauer harmonierte diesbezüglich perfekt mit seiner Partnerin. Am Dienstag war der Ex-Skistar bei einem Meeting in Prag und fuhr in der Nacht nach Hause zurück, um sich Mittwoch in der Früh pünktlich in Lech einzufinden.

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Gerne hätte Marc Girardelli auch beim Weißer Ring-Rennen das VN-Team betreut. “Aber genau dann sind die Hahnenkammrennen. Und dort muss ich sein.” Clemens, Gerhard, Linus, Ferdinand, Sarah Katharina, Benjamin und Lukas werden ihren Leader vermissen.

VN-Interview Hermann Fercher (60), Geschäftsführer Lech Zürs Tourismus GmbH

“Wir haben eine Warteliste mit 120 Personen”

Tourismuschef Hermann Fercher im Interview mit Christian Adam. <span class="copyright">VN/Adam</span>
Tourismuschef Hermann Fercher im Interview mit Christian Adam. VN/Adam

Lech Mit der „Remus Challenge“  in der Flexenarena startet am 19. Jänner (17 Uhr)  das Programm für den „Der Weiße Ring 2023“. Dank den letzten Schneefällen konnte gestern das Madloch geöffnet werden. Doch nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist man in Lech gerüstet, wie Tourismuschef Hermann Fercher nach seiner Begrüßung des VN-Teams unterstrich.

Ist das Programm schon definitiv?
Fercher Wir haben am Montag die nächste OK-Sitzung, danach sehen wir weiter. Zumal die Situation aufgrund der zu erwartenden Schneefälle in den nächsten Tage nicht leicht einzuordnen ist. Wir würden gerne mit dem Madloch in der Wertung planen – sofern möglich. Andererseits werden wir sicherlich kein Risiko eingehen und versuchen, für die Läufer die beste Entscheidung zu treffen.

Wie sieht es hinsichtlich der Anmeldungen aus?
Fercher Wir sind bereits bei unseren 1000 Startern, die wir zulassen und wir haben ungefähr 120 auf der Warteliste. Wir spüren es überall hier, wir sind wieder auf dem Weg zu „back to normal“.

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Wie viele Helfer werden am Wochenende des Weißer-Ring-Rennens im Einsatz sein.
Fercher Es sind immer 150 Streckenposten im Einsatz und weitere 50, die sich um Zeitnehmung und andere Details kümmern. Das ist schon eine ordentliche Summe an Menschen. Allen Helferinnen und Helfern gebührt schon im Voraus ein großer Dank, weil sie alle dafür ihre Freizeit opfern – und dafür nur eine Kleinigkeit erhalten. Deswegen macht es niemand, sondern aus Liebe zum Skisport?

Das Zielgelände ist wieder wie beim letzten Rennen?
Fercher Ja, es befindet sich links vom Schlegelkopf-Tal, wenn man runterfährt. Neu ist dieses Jahr der Startintervall, dass in Zweiergruppen gestartet wird. Es werden die Lifte aus der Zeitwertung herausgenommen. Wir haben auch verkürzte Varianten ausgearbeitet, wobei grundsätzlich nicht mit zu wenig Schnee zu rechnen ist.

Und die Wettervorhersage?
Fercher Derzeit können wir nur die Großwetterlage beobachten, Prognosen werden wir am Dienstag und Mittwoch erstellen.

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