Glaube an Trendumkehr ist da

Sport / 13.01.2023 • 22:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Johannes Strolz fährt einen schnellen Schwung zwischen den Toren. Jetzt heißt es Geduld zu beweisen und um kleine Schritte zu kämpfen.gepa
Johannes Strolz fährt einen schnellen Schwung zwischen den Toren. Jetzt heißt es Geduld zu beweisen und um kleine Schritte zu kämpfen.gepa

Positiv bleiben heißt das Motto für Johannes Strolz vor den Slalom-Höhepunkten der Saison.

Wengen Drei Klassiker warten auf die Slalomasse im Ski-Weltcup. Am Sonntag (10.15 Uhr, ORF 1 live) das Rennen in Wengen, eine Woche später wartet der Ganslernhang in Kitzbühel, ehe dann in Schladming der Nachtslalom das intensive Jänner-Programm für Johannes Strolz und Co. beschließt. Wichtige Tage im Hinblick auf die WM natürlich auch für den 30-jährigen Warther, dessen Ziel es ist, seine schnellen Schwünge nun in Ergebnisse umzumünzen.

Nach dem Aus in Adelboden wirkten Sie verärgert auf sich selbst.

Strolz Ja, ich habe mich geärgert. Danach haben wir viele Gespräche geführt, sei es mit Betreuern, Trainer und Serviceleuten. Es wurde alles analysiert, wir haben die Schlüsse daraus gezogen. Klar die Situation ist schlecht, andererseits ist sehr vieles gut. Was das Skifahren betrifft, aber auch im Umfeld. Im Rennen braucht es jetzt einfach Konzentration, dass ich meine Leistung umsetzen kann, dass ich geduldig und fokussiert bleibe. Ist nicht einfach, aber ich habe es schon öfters geschafft und das werde ich jetzt auch.

Sie meinten danach, Sie müssten sich selbst an der Nase nehmen. Wie ist das zu verstehen?

Strolz . . . dass ich die Verantwortung in erster Linie bei mir suchen muss. Nicht beim Material oder anderswo. Und dass ich geduldig bleibe. Nicht ganz so leicht, da ich einer bin, der lieber voll drauflosfährt. Geduldig zu bleiben, Dinge bis zu einem gewissen Grad passieren zu lassen, ist jetzt wichtig, auch wenn die Ergebnisse fehlen. Da hilft es zu wissen, dass ich schnell sein kann.

Wie haben Sie die Tage nach Adelboden und vor Wengen verbracht? Training? Ruhe?

Strolz Nach dem Rennen bin ich erstmal nach Hause gefahren und einen Ruhetag genossen. Danach habe ich einige Konditionseinheiten eingeschoben, mit Langlaufen und Kräftigungsübungen. Und ich habe viel telefoniert (schmunzelt). Ich war dann in der Skifirma, um eine Idee umzusetzen, die mir helfen soll, meine Ziele zu erreichen. Vor allem, wenn es höhere Temperaturen hat. Danach bin ich nach Niederthai angereist, wo wir jetzt zwei gute Trainingstage hinter uns gebracht haben.

Meist ist es Selbstvertrauen, das einen Slalomfahrer schnell macht und sicher auf dem Ski stehen lässt. Wie soll dieses zurückkehren?

Strolz Wenn wie bei mir fast alles passt, dann kommt das allerletzte Quäntchen an Selbstsicherheit natürlich nur mit einem guten Ergebnis. Dazu brauche ich, wie schon gesagt, Geduld. Und ich werde sicher nicht auf meine Stärken vergessen. Am Selbstvertrauen fehlt es nämlich nicht, ich traue mir gute Leistungen zu und muss mich nicht verstecken. Jetzt gilt es um die kleinen Schritte zu kämpfen, dann kommen auch die Leichtigkeit und die Selbstverständlichkeit zurück.

Mit welchen Zielen fahren Sie nach Wengen?

Strolz Ziel ist natürlich, eine Umkehr des Trends zu erreichen. Für mich gilt vor allem, weiter auf meine Schlüsselpunkte konzentriert zu bleiben. Oder einfach gesagt, gut Ski zu fahren. Für was es dann letztendlich reicht, lässt sich schwer sagen. VN-cha

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