Kraft segelt in Zakopane aufs Podest

Sport / 15.01.2023 • 20:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Erfolgreiches Wochenende für Stefan Kraft und das ÖSV-Team in Zakopane. Zuerst der Sieg im Teambewerb und dann Platz drei im Einzelbewerb.ap
Erfolgreiches Wochenende für Stefan Kraft und das ÖSV-Team in Zakopane. Zuerst der Sieg im Teambewerb und dann Platz drei im Einzelbewerb.ap

Nach Sieg mit dem Team schafft es der Salzburger auf den dritten Platz.

Zakopane Vierschanzentournee-Sieger Halvor Egner Granerud hat nahtlos an seine jüngsten Leistungen angeschlossen und gestern das vom Wind geprägte Springen in Zakopane gewonnen. Der Norweger fing den polnischen Lokalfavoriten und Halbzeitführenden Dawid Kubacki (-1,1 Pkt.) ab und gab auch Stefan Kraft (-9,2) das Nachsehen. Der Salzburger führte eine starke ÖSV-Mannschaft an: Jan Hörl (5.), Daniel Tschofenig (9.) und Clemens Aigner (10.) landeten ebenfalls in den Top-Ten. Die Ausgangslage am Fuße der Tatra war denkbar ungünstig. Weil der Wind von allen Seiten wehte, wurde der Probedurchgang abgeblasen, die Verantwortlichen überlegten sich diverse Szenarien – von nur einem Durchgang bis zur Absage. Und während der Weltcup-Fünfte Piotr Zyla prompt den zweiten Durchgang verpasste, zeigten sich Hörl als Halbzeitzweiter und Kraft als -Fünfter unbeeindruckt. Über allen schwebte Kubacki, der fast neun Punkte Vorsprung auf Hörl herausholte.

Granerud schlug zurück

Dass das nicht zum Sieg reichte, lag nicht nur an den schweren Bedingungen, sondern auch an Granerud, der im zweiten Durchgang fast 16 Punkte gutmachte und den Polen mit einem Topsprung noch abfing. Übertroffen wurden die 141 Meter des Norwegers nur von Kraft. Der nützte die Gunst des Moments und verbesserte sich mit der Tagesbestweite von 145 Metern noch auf Rang drei. In der Weltcupgesamtwertung bleibt Kraft Vierter, der zweitplatzierte Granerud kam Leader Kubacki nur wenig näher. Nach wie vor hat der Pole einen großen Vorsprung (114 Punkte).

Bereits am Samstag hat das ÖSV-Team auch den zweiten Teambewerb dieser Saison gewonnen. Nach dem Erfolg im Mixed in Titisee-Neustadt im Dezember gewannen Daniel Tschofenig (137 m/134 m), Michael Hayböck (136,5/138), Manuel Fettner (129/130,5) und Stefan Kraft (130/123,5) den Männer-Mannschaftsbewerb vor Polen und Deutschland.

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