Schwärzler als Letzter an Bord

Sport / 20.01.2023 • 17:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Harder Joel Schwärzler triffft bei seinem Grand-Slam-Debüt in Melbourne auf den Australier Pavle Marinkov.GEPA
Der Harder Joel Schwärzler triffft bei seinem Grand-Slam-Debüt in Melbourne auf den Australier Pavle Marinkov.GEPA

16-jähriger Harder feiert am Sonntag sein Grand-Slam-Debüt bei den Australian Open.

Melbourne Landsfrau Julia Grabher und Dominic Thiem schieden in der ersten Hauptrunde aus und das Quintett Barbara Haas, Sinja Kraus, Sebastian Ofner, Jurij Rodionov und Filip Misolic scheiterten bereits in der Qualifikation. Damit wird dem Harder Joel Schwärzler bei den Australian Open in Melbourne die Ehre zuteil, als letzter ÖTV-Spieler die Farben Österreichs in Down Under zu vertreten. Der 16-Jährige trifft bei seinem Debüt bei einem Grand-Slam-Turnier am Sonntag (Beginnzeit noch offen) im Junioreneinzel auf den Australier Pavle Marinkov (ITF 275). Noch dazu wird Schwärzler an der Seite des Polen Tomasz Berkieta auch im Doppel beim ersten Majorturnier des Jahres aufschlagen.

Unglaubliche Eindrücke

Der regierende U-16-Europameister, der in Melbourne von ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer betreut wird, blickt seiner Premiere optimistisch entgegen: „Ich hoffe nicht, dass ich noch einmal so schlecht spiele wie letzte Woche beim J300-Turnier in Traralgon (Anm. zwei Autostunden von Melbourne entfernt). Da ich noch nie eine so lange Reise gemacht habe, hatte ich Probleme mit der Zeitumstellung und habe zudem den Jetlag ordentlich gespürt“, erklärt Schwärzler.

Beeindruckt zeigte sich der in der ITF-Weltrangliste auf Position 33 vorgerückte Harder von den Gegebenheiten bei einem Grand-Slam-Turnier. „Da ich auch als Zuseher nie bei einem Majorturnier dabei war, ist man schon geflasht, wenn man Topstars wie Novak Djokovic oder Rafael Nadal auf der Anlage begegnet, sie beim Training beobachtet oder die Ehre hat, beim Essen im selben Raum zu sitzen. Dazu kommt, dass der gesamte Melbourne Park eine geniale Tennisanlage ist. Als ich am ersten Abend im Hotel die Augen geschlossen habe, sind mir alle Eindrücke noch einmal durch den Kopf gegangen.“

Seit der Auslosung hat Schwärzler den Fokus aber komplett auf die sportlichen Belange gelenkt. „Ich bin nicht zum Urlaub in Australien, sondern will auf sportlicher ­Ebene aufzeigen. Um gegen die ­welt­besten Spieler meiner Altersklasse zu bestehen, muss ich das maximale Leistungspotenzial abrufen und darf mich nicht ablenken lassen.“

Oswald im Doppel ausgeschieden

Exakt 68 Minuten dauerte der Auftritt von Philipp Oswald bei seiner zehnten Teilnahme an den Australian Open. Der 36-jährige Dornbirner (ATP 69) und sein um zwei Jahre jüngerer Partner Guillermo Duran (ATP 72) mussten sich gegen die Australier Max Purcell/Jordan Thompson mit 3:6, 4:6 geschlagen geben. Aufschlagverluste im ersten Satz (0:1, 3:6) bzw. im zweiten Durchgang (4:6) sowie 19 unerzwungene Fehler sorgten für das frühe Aus. VN-JD

„Um gegen die weltbesten Spieler zu bestehen, muss ich das maximale Potenzial abrufen.“

Für Philipp Oswald war die zehnte Teilnahme an den Australian Open nur von kurzer Dauer.GEPA
Für Philipp Oswald war die zehnte Teilnahme an den Australian Open nur von kurzer Dauer.GEPA

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